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Warum besteht das Jahr aus 12 Monaten?

Wir alle wissen, dass die Erde ein Jahr braucht, um die Sonne zu umkreisen, aber warum besteht das Jahr bloß aus 12 Monaten? Und warum sind nicht alle Monate gleichlang?

Marc Redondo Marc Redondo Daniela Aragón 03 Jan 2018 - 17:35 UTC
Warum besteht das Jahr aus 12 Monaten?
Warum besteht das Jahr aus 12 Monaten?

Wenn wir uns fragen, warum das Jahr aus 12 Monaten besteht, dann kommen wir zu dem Schluss, dass das Ganze überhaupt keinen Sinn macht. So könnte man sagen, dass die 365 Tage auch keinen Sinn machen, aber in diesem Fall sind wenigstens alle gleichlang.

Bevor wir der Sache auf den Grund gehen, möchten wir uns vorab mit der Bedeutung des Wortes „Monat“ beschäftigen. Das Wort stammt aus dem Germanischen und bedeutet Mond. Somit scheint ein Zusammenhang zwischen den Monaten und dem Mond zu bestehen. Jedoch besteht ein Mondmonat, auch Lunation genannt, aus 29 Tagen, oder genauer gesagt, aus 29,53 Tagen. Alle Monate, bestehen aus 30 oder 31 Tagen, mit Ausnahme von Februar. Der Unterschied zwischen einem Monat, wie wir ihn heute kennen, und einem Mondmonat ist also beachtlich.

Den Menschen ist aufgefallen, dass sich der Mond, aufgrund der konstanten Bewegung und der Mondphasen, gut dazu eignet, den Verlauf eines Jahres zu messen. In den ersten Kalendern begann der Monat zur Neumondphase.  

Die Römer und die Herkunft unseres Kalenders

Die Römer gaben den Monaten Namen. Genau genommen war es Romulus, Gründer Roms. Damals war die Monatslänge vom Mond abhängig. Der römische Kalender bestand aus genau 10 Monaten, wobei März den ersten des Jahres darstellte und Dezember den zehnten. Noch heute spiegeln sich die lateinischen Zahlen in den Monatsnamen wieder, so ist beispielsweise im damals siebten Monat das lateinische septem zu erkennen und im achten octo.

Der Mond und der 12 monatige Kalender
Der Mond war eine gute Orientierungsmöglichkeit, um den Beginn eines Monats zu bestimmen

Da es sich um einen zehnmonatigen Kalender handelte, in dem jeder Monat aus 29 Tagen bestand, reichte er für ein ganzes Jahr mit 365 Tagen nicht aus. Von Dezember bis März liefen einige Wochen, die keinem Monat entsprachen, sie fielen aus dem Kalender. Man vermutet, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass es zu dieser Jahreszeit, auf Grund der Kälte, keine Ernte gab und der Kalender bis zum Neumond, mit dem das neue Jahr im März begann, überflüssig war.

Die Zeit, die aus dem Kalender fiel, wurde später als Januar und Februar benannt. Numa Pompilio, zweiter König Roms und Nachfolger von Romulus, setzte diese Reform um. Obwohl der Kalender nun durch 12 geteilt wurde, bestand er weiterhin aus Mondmonaten, also aus 29-tägigen Monaten. Somit kam man noch immer nicht auf 365 Tage im Jahr. Es wurden auf eher schlampige Art und Weise, von Zeit zu Zeit, Monate dazwischengeschoben, um den Kalender der eigentlichen Jahreslänge anzupassen. Einige Monate wurden außerdem auf 31 Tage verlängert. Aber warum nicht auf 30? Das lag daran, dass die Römer sehr abergläubisch waren und dachten, dass die geraden Zahlen Unglück bringen könnten.

¿Haben wir den perfekten Kalender?

Im Laufe der Geschichte wurde der Kalender viele Male verändert. Es wurden Monate hinzugefügt, um das Jahr anzupassen, und Monate nach Belieben verlängert oder verkürzt. Man möchte glauben, dass wir heute über den perfekten Kalender verfügen, doch dies ist nicht der Fall. Wir sind noch immer so schludrig, dass alle vier Jahre ein Tag hinzufügt werden muss. Und was sagen Sie zu den Monaten? Die einen Monate haben 30 Tage, die anderen 31 und einer nur 28, welcher alle vier Jahre jedoch 29 hat. Das hat bei weitem nichts mit einem perfekten Kalender zu tun.



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