Mit Dufttraining zur guten Laune und besserer Gedächtnisleistung?
Immer mehr Hersteller von Duftölen, aber ebenfalls die Wissenschaft sieht Tendenzen, dass eine gelungene Aromatherapie nicht nur den Geruchssinn schärft, sondern auch Einfluss auf unser Wohlbefinden haben kann.

Das Trainieren des Geruchssinns kennen wir vor allem nach einer Corona-Infektion.
Aromatherapie wird immer beliebter
Auch in anderen Bereichen der Medizin wird die Aromatherapie immer häufiger genutzt. Beispielsweise können bestimmte ätherische Öle helfen, Schmerzen zu lindern. Ebenfalls wird das Riechtraining in der Gesundheitsprävention immer bedeutsamer.
Neue Studien zeigen, dass regelmäßiges Training sogar Krankheiten wir Demenz und Alzheimer vorbeugen kann. Bei Parkinsonpatientinnen und Patienten konnte ebenso eine Besserung der Gedächtnisleistung nach circa zwei Wochen Training erreicht werden.
Die Gedächtnisleistung wird gesteigert
In psychiatrischen Therapieangeboten spielt das Riechen an Aromen oder Gewürzen ebenfalls eine bedeutendere Rolle als früher. Durch das Training sollen Gefühle aufgeweckt werden, die vor allem das Wohlbefinden und die Stimmung positiv beeinflussen.
So können beispielsweise Öle wie Zitrone oder Orange genommen werden, um positive Momente hervorzurufen und so durch das Öl eine bessere Stimmung zu erreichen.
Riechtraining kann schon in der eigenen Küche beginnen
Das Trainieren lässt sich super einfach selbst durchführen. In der Regel reichen dafür Gewürze aus der Küche oder prominente Kräuter wie Basilikum, Rosmarin oder Salbei.

Im Drogeriemarkt oder im Reformhaus gibt es spezielle Öle in kleinen und großen Fläschchen, die dazu noch besondere Effekte versprechen. Beispielsweise wirbt ein Öl damit, besonders wirksam bei langen oder anstrengenden Autofahrten zu sein.
Nur zehn Sekunden reichen aus
Nicht zuletzt rät die Expertin Regula R. von Rohr aus Basel, dass es ein konsequentes Training wird. Zu Beginn reichen 10 Sekunden, die sich mit der Zeit auf 30 Sekunden steigern lassen.
Es soll immer nur ein Duft genommen werden. Das tägliche Training kann dazu führen, dass man wieder besser riecht und sich gleichzeitig wohler fühlt. Es wird empfohlen 2-mal am Tag für circa 12 Wochen zu trainieren. Wer danach immer noch Freude hat, kann im Frühling auf die Blumen und Blüten vor der Haustür oder im nächstgelegenen Park ausweichen und weiter trainieren.
Quellenhinweise
Hummel T, Rissom K, Reden J, Hähner A, Weidenbecher M, Hüttenbrink KB. (2009) Effects of olfactory training in patients with olfactory loss. Laryngoscope. 2009 Mar;119(3):496-9.
SRF.ch (2026). Dufttraining zu Hause: Einfach, günstig und gut fürs Gehirn. Regelmäßig bewusst schnuppern. Gesundheit. Wissen.