Tag der Astronomie am 28. März: Über 140 Veranstaltungen in Deutschland und der Schweiz geplant

Der Astronomietag am 28. März 2026 wird zu einem Highlight für Himmelsbeobachter: Im Mittelpunkt stehen diesmal der Goldene Henkel im Mond, die vier Jupitermonde sowie der Sternenhimmel mit Sirius und Orion.

Der Goldene Henkel ist eine bogenförmige Struktur auf der Mondoberfläche (eingekreist), hier eine Aufnahme vom 17. April 2016 aus Vietnam. Bild: Wikimedia Commons/Ctvn wikiviet/CC BY-SA 4.0
Der Goldene Henkel ist eine bogenförmige Struktur auf der Mondoberfläche (eingekreist), hier eine Aufnahme vom 17. April 2016 aus Vietnam. Bild: Wikimedia Commons/Ctvn wikiviet/CC BY-SA 4.0

Am 28. März 2026 laden über 140 Einrichtungen sowie engagierte Astronominnen und Astronomen zum bundesweiten Tag der Astronomie ein. In Deutschland, Österreich und der Schweiz öffnen Sternwarten, Planetarien und Forschungseinrichtungen ihre Türen für die Öffentlichkeit.

Der Astronomietag wurde im Jahr 2003 von der Vereinigung der Sternfreunde e. V. ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer festen Größe entwickelt. Seit 2010 wird die Veranstaltung gemeinsam mit der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft organisiert.

Die Aktion richtet sich an alle Interessierten, vom Einsteiger bis zum erfahrenen Sternengucker. Die Veranstalter wollen astronomisches Wissen anschaulich vermitteln und – bei guten Wetterbedingungen – zusammen mit Gleichgesinnten den Nachthimmel beobachten. Im Jahr 2026 steht vor allem der Erdmond im Mittelpunkt, der sich in der ersten Nachthälfte besonders gut erforschen lässt.

Highlights am Himmel

Zehn Tage nach Neumond lassen sich mit Ferngläsern und Teleskopen eindrucksvolle Details auf der Mondoberfläche erkennen. Besonders markant ist der sogenannte Goldene Henkel, eine bogenförmige Gebirgsformation, die im Sonnenlicht leuchtet und sich deutlich von den schattigen Bereichen abhebt.

Neben dem Mond lassen sich auch beim Jupiter spektakuläre Beobachtungen machen: Der größte Planet des Sonnensystems erscheint am Abendhimmel im Südwesten besonders hell. Schon kurz nach Sonnenuntergang ist er sichtbar und überstrahlt viele Sterne. Durch optische Geräte lassen sich sogar seine vier größten Monde erkennen: Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

Am Sternenhimmel wechseln sich derzeit Winter und Frühlingssternbilder ab. Auffällig sind Sirius im Großen Hund und Orion mit seinen Gürtelsternen, die zum Orionnebel führen.

Zahlreiche Veranstaltungen

In Deutschland bieten Institutionen wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) und das Institut für Astrophysik und Geophysik (IAG) der Universität Göttingen Vorträge, mobile Planetariumsshows und Teleskopführungen an.

Für Planetariumsshows wird eine Anmeldung empfohlen, für viele andere Aktivitäten ist der Eintritt frei. Welche Einrichtungen teilnehmen, kann man auf der Webseite des Astronomietags einsehen.

Auch das Haus der Astronomie in Heidelberg beteiligt sich mit einem vielfältigen Programm. Am Vormittag stehen Workshops für Kinder auf dem Plan. Am Abend folgen Vorträge sowie gemeinsame Himmelsbeobachtungen.

Weitere Veranstaltungen planen etwa, um nur einige Wenige zu nennen, das Potsdamer URANIA-Planetarium, die Sternwarten in Lübeck, Schwerin, Stuttgart oder München oder die Astronomische Gesellschaft Magdeburg e.V. Da die Plätze zuweilen begrenzt sind, empfiehlt sich ein Blick in die Veranstaltungsübersicht des Astronomietags, ob und bis wann eine Voranmeldung erwünscht ist.

Alles in allem stellt der Tag der Astronomie 2026 eine hervorragende Gelegenheit dar, den faszinierenden Sternenhimmel zu erleben, astronomische Phänomene zu beobachten und mehr über Planeten, Sterne und Mondformationen zu erfahren.

Quellenhinweis:

Zentrale Webseite des Astronomietags: https://astronomietag.de

Veranstaltungsübersicht: https://astronomietag.de/veranstaltungen-suchen/