Die NASA warnt vor der Gefahr, die Satelliten für die Astronomie darstellen!

Die NASA hat kürzlich eine Warnung vor den Risiken veröffentlicht, die durch die steigende Anzahl von Satelliten in der Erdumlaufbahn entstehen. Es wird erwartet, dass diese Satelliten in Zukunft die von bestimmten Teleskopen aufgenommenen Bilder stark beeinträchtigen werden.

Satelliten
Nach Schätzungen von Wissenschaftlern könnten bis zum Jahr 2040 mehr als eine halbe Million Satelliten die Erde umkreisen.

Laut einer Studie der NASA, die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, werden die immer größer werdenden Satelliten-Megakonstellationen besonders schädliche Auswirkungen auf zukünftige astronomische Beobachtungen haben.

Satelliten werden viel zu zahlreich

Im Orbit um unseren Planeten befinden sich immer mehr Telekommunikationssatelliten. Während es 2019 noch etwa 2.000 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn gab, ist diese Zahl heute auf mehr als 15.000 gestiegen, und das ist erst der Anfang.

Während einige Studien bereits mehr als 35.000 Objekte in der Umlaufbahn um unseren Planeten im Jahr 2024 erfasst haben, eine Zahl, die seitdem weiter gestiegen ist, schätzen NASA-Forscher, dass bis 2040 etwa 560.000 Satelliten die Erde umkreisen könnten, wenn alle aktuellen Satellitenstartprojekte umgesetzt werden.

Abgesehen von dem zunehmend besorgniserregenden Problem der Weltraumverschmutzung und der steigenden Zahl von Vorfällen, bei denen Weltraummüll in die Erdatmosphäre zurückkehrt, stellen diese Tausenden von Satelliten nun ein ernstes Problem für astronomische Beobachtungen dar, die von verschiedenen Weltraumteleskopen durchgeführt werden.

Laut einer Studie unter der Leitung des Forschers Alejandro Borlaff und seines Teams am Ames Research Center der NASA könnte die überwiegende Mehrheit der von Hubble, Xuntian, SPHEREx und ARRAKIHS aufgenommenen Bilder beeinträchtigt werden, wenn alle geplanten Satellitenkonstellationen in den kommenden Jahren in Betrieb genommen werden.

Werden Teleskope bald unbrauchbar sein?

Amateur-Astrofotografen wissen genau, dass künstliche Satelliten auf Langzeitbelichtungen des Nachthimmels gut sichtbar sind. Durch die Reflexion des Sonnenlichts, aber auch des Lichts von Erde und Mond, erzeugen sie helle Streifen in den Bildern, die schwer zu entfernen sind und die Bildqualität erheblich beeinträchtigen können.

Das NASA-Forschungsteam modellierte achtzehn Monate lang Beobachtungen für die Teleskope mit mehr als 560.000 Satelliten im Orbit. Den Ergebnissen zufolge würden 96 Prozent der von Xuntian, SPHEREx und ARRAKIHS aufgenommenen Bilder mindestens eine Satellitenspur enthalten. Nur Hubble würde mit nur einem Drittel der betroffenen Bilder aufgrund seines engeren Sichtfeldes etwas besser abschneiden.

Spuren
So könnten die Bilder bestimmter Weltraumteleskope nach der Kontamination durch die wachsende Zahl von Satelliten, die die Erde umkreisen, aussehen – Bild: NASA/Borlaff, Marcum, Howell (Nature, 2025)

Diese Streifen hätten schädliche Folgen für die wissenschaftliche Forschung. Sie ähneln beispielsweise den Spuren, die Asteroiden in Deep-Sky-Bildern hinterlassen, was bedeutet, dass es in Zukunft schwierig werden wird, neue potenziell gefährliche Himmelsobjekte zu entdecken. Dies stellt ein erhebliches Risiko für die Erde dar.

Das Forschungsteam hat mehrere Ansätze zur Begrenzung der Schäden vorgeschlagen. So wäre es beispielsweise vorzuziehen, Satellitenkonstellationen auf niedrigere Umlaufbahnen als die von Weltraumteleskopen zu beschränken, obwohl bodengestützte Observatorien dennoch beeinträchtigt würden.

Die logischste Lösung wäre, weniger Raumfahrzeuge zu starten, aber angesichts des derzeitigen Wettbewerbs auf dem Markt ist dies unwahrscheinlich. Um das Ausmaß des Problems zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass die Menschheit in den nächsten zehn Jahren mehr Satelliten starten wird als in den ersten siebzig Jahren des Weltraumzeitalters.

Quellenhinweis:

"Une menace très sévère” : la NASA sonne l'alarme, les constellations de satellites détruisent l'astronomie spatiale, Les Numériques (05/12/205), Aymeric Geoffre-Rouland