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Brutaler Wintereinbruch: 1 Meter Neuschnee in den Alpen!

Nach den wenigen Schneefällen Anfang November erfasste eine weitere Tiefdruckwetterlafe die Alpen und in geringerem Maße die Pyrenäen und brachte große Mengen an Pulverschnee bis in mittlere Höhenlagen.

Seit mehreren Tagen sorgt ein Tiefdruckgebiet für unruhiges Wetter in den Mittelmeerregionen. Vom Maghreb bis nach Italien und von Spanien bis nach Frankreich brachte der Himmel oft Regen, manchmal in großen Mengen, Wind, aber in den letzten Stunden auch Schnee in den Bergen. Aufgrund einer kälteren Luftmasse in der Höhe ist das weiße Gold in den Alpen, aber auch in einem Teil der Pyrenäen wieder aufgetaucht. Dieser Schnee kommt für die Skigebiete knapp drei Wochen vor dem Start der Saison 2021-2022 genau zur rechten Zeit.

In der Nähe der italienischen Grenze waren die Mengen am größten, mit oft mehreren Dutzend Zentimetern, die am Montagabend oder Dienstagmorgen gemessen wurden. Im Queyras und insbesondere in den Gebieten Haut-Guil und Montgenèvre erreichte die Schicht im Allgemeinen 40 bis 50 cm ab 1800 m Höhe und näherte sich oberhalb von 2200 m dem Meter, insbesondere in den dem Ostwind ausgesetzten Gebieten. Die Savoyen waren ebenfalls betroffen, mit 20 bis 30 cm auf den östlichsten Bergmassiven, während die östlichen Pyrenäen ein bescheideneres Schneeereignis erlebten.

Angesichts des ersten Wintereinbruchs der Saison waren die Schneeräumungsfahrzeuge der DirMed (Direction interdépartementale des routes Méditerranée) ab Montagmorgen auf dem Montgenèvre-Pass (Hautes-Alpes) voll im Einsatz. Die Strecke, über die man nach Italien gelangen kann, war am Sonntagabend für Lkw über 26 Tonnen gesperrt worden. Trotzdem kam es zu Verkehrsbehinderungen, da einige LKWs die Beschränkung nicht beachteten und deshalb stecken blieben.

Die Rückströmung aus Osten, die mit dem Tief Blas (ex-Medicane im Mittelmeer) zwischen Sardinien und Korsika verbunden ist, hat auch die italienischen Alpen stark betroffen. Das westliche Piemont und das Aostatal waren am stärksten betroffen, mit bis zu 1 Meter Neuschnee in hohen Lagen und 50 bis 60 cm ab 1600 m bei einer Schnee-Regen-Grenze von 1300 bis 1400 m. Die Schneedecke war in den letzten Tagen sehr stark. Viele Fahrzeuge wurden durch den starken Schneefall und die starken Windböen regelrecht überschwemmt.

Die Schneefälle sind nun vorbei und bis zum Wochenende wird trockenes Wetter vorherrschen, wobei sich ein Wetterwechsel für den Beginn der nächsten Woche abzeichnet. Nach dem Durchzug einer Störung wird kalte Luft eindringen und der Schnee wird zurückkehren, diesmal auf allen Bergmassiven und manchmal auch in tieferen Lagen. Der Winter ist wirklich nicht mehr weit entfernt...