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Nicaragua: Schwarze dichte Wolken oder eine Wasserhose?

Vor einigen Tagen verbreiteten sich Fotos und Videos einer dichten, unregelmäßig aussehenden schwarzen Wolke im Wasser des Cocibolca-Sees in Morrito, Nicaragua, in den sozialen Netzwerken. Zunächst dachte man, dass es sich bei diesem seltsamen Phänomen um eine Wasserhose handelte, aber es stellte sich heraus, dass dies nicht der Fall war...

Am vergangenen Sonntag wurde in den Gewässern des Cocibolca-Sees gegenüber der Anlegestelle der Gemeinde Morrito, Departement Rio San Juan, Nicaragua, eine dichte schwarze Wolke mit unregelmäßiger Form gesichtet. Die Bilder dieses seltsamen Phänomens überschwemmten schnell die sozialen Netzwerke.

Nach Angaben des lokalen Radiosenders (Tu Nueva Radio YA), der mit einigen Einheimischen gesprochen hat, handelte es sich bei dem Phänomen nicht, wie zunächst angenommen, um eine Wasserhose, sondern um eine dichte Wolke von Insekten, die als Chayules (wissenschaftlicher Name: Chironomidae) bekannt sind und den Mücken ähneln. Die dicke Wolke von Chayules flog in Richtung der Küste von Morrito.

Nach Angaben der Anwohner - viele von ihnen sind Fischer - kommen diese Insekten vom Südufer des Cocibolca-Sees, und jedes Jahr wird dieses Phänomen von der Bevölkerung von Río San Juan beobachtet. Manchmal geschieht dies Ende Mai und manchmal Anfang Juni.

Sie fügten hinzu, dass die meisten, wenn nicht sogar alle, Chayules sterben, bevor sie das Ufer erreichen, und in die Gewässer des Cocibolca-Sees (auch bekannt als der Große See von Nicaragua oder Mar Dulce) fallen, wo sie zu Fischfutter werden.

Dieses merkwürdige Ereignis hat sich jedoch nicht weiter verbreitet als die bereits erwähnten, und es hat auch keine Beunruhigung in der Bevölkerung ausgelöst. Bei einem Ausbruch dieser Seuche werden jedoch in der Regel vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit der Familien zu schützen.

Außerdem hat vor einigen Jahren eine Kaulquappenplage aufgrund des durch die Larven dieser Insekten verursachten Sauerstoffmangels Wassertiere geschädigt, weshalb die Situation von den zuständigen Behörden überwacht wird.