Unwetter: Erst Sturm und Sturmflut, dann Schnee und Schneeverwehungen!

Sturmtief Benjamin treibt heute sein Unwesen. Entlang der deutschen Nordseeküste kommt es zur Sturmflut. Später setzt dann im Erzgebirge ein Schneeunwetter ein. Auch an den Alpen schneit es wieder heftig. Die Nacht zu Mittwoch bringt dann Schnee bis ins Flachland.

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 08 Jan 2019 - 04:00 UTC
Schneesturm
Erst bekommt der Norden nasse Füße, dann sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht zu Mittwoch bis ins Flachland.

Das ist ja ein turbulentes Wetter was Deutschland heute erwartet. Es wird uns das volle Programm geboten. Das Sturmtief Benjamin sorgt für ordentlich viel Wind. An der Nordsee werden Sturmböen bis 110 km/h erwartet, das wären dann sogar schon orkanartige Böen. Auch weiter im Landesinneren sind Böen bis 80 oder 90 km/h möglich. Zudem bringt der Sturm an der Nordsee eine Sturmflut. Das Hochwasser soll auf 1,5 bis 2 Meter über normal ansteigen. Da könnte man auf dem Hamburger Fischmarkt schnell nasse Füße bekommen.

In Deutschland gibt es zudem viele Wolken und immer wieder Regen, Richtung Alpenrand fällt meist Schneeregen oder Schnee. Zum Abend und in der Nacht zu Mittwoch kann der Regen dann überall in Schneeregen oder Schnee übergehen und das bis in tiefe Lagen. Besonders in Lagen ab 300 bis 400 m kann man sich am Mittwochmorgen auf schneebedeckte Fahrbahnen einstellen und das nicht nur im Süden. Auch im Osten und Westen kann es Schnee geben. Viel wird es im Tiefland wohl nicht werden, aber es reicht aus, um für Verkehrsbehinderungen zu sorgen. Im Erzgebirge droht ein Unwetter durch Starkschnee und Schneeverwehungen.

Zum Mittwochmorgen bis ins Flachland Neuschnee

So muss man dann am Mittwochmorgen lokal mit weißen Straßen rechnen. Es kann sehr glatt werden. Im gesamten Alpenraum schneit es besonders kräftig. Dort werden in den nächsten 4 bis 5 Tagen nochmal 1 bis 1,5 Meter Neuschnee erwartet. Das ist für viele Gebäude eine enorme Schneelast, zudem erreicht die Lawinengefahr die höchste Warnstufe. Wer im Wintersport unterwegs ist, der sollte keinesfalls die markierten Pisten verlassen.

Sonst gibt es am Mittwoch ein Gemisch aus Sonne, Wolken und teils kräftigen Schneeschauern. In Bayern und Baden-Württemberg sind sogar kurze Wintergewitter nicht ausgeschlossen. Es stehen uns also tatsächlich turbulente Stunden und Tage bevor. Die Situation in den Alpen wird dagegen immer gefährlicher. Jederzeit kann der gefallene Neuschnee auf dem Altschnee ins Rutschen kommen und ins Tal rauschen. Die Lawinengefahr ist enorm.

In den Alpen Dauerschneefall bis Monatsende?

Ein Ender der weißen Pracht ist in den Alpen bis in das letzte Monatsdrittel hinein nicht in Sicht. Immer wieder stauen sich die Niederschläge der Tiefdruckgebiete an den Alpen und laden ihre weiße Fracht ab. Besonders oberhalb von 1000 m werden weitere enorme Neuschneemengen erwartet. Schon jetzt liegt regional schon mehr Schnee, also normalerweise erst Ende Januar, Anfang Februar zu erwarten wäre. Die Zeit mit den stärksten Schneefällen kommt eigentlich erst noch.

In den anderen Regionen Deutschlands will sich dauerhaftes Winterwetter weiter nicht etablieren. Richtung Wochenende wird es sogar kurzzeitig wieder deutlich wärmer. Im Nordwesten sind bis zu 10 Grad drin. Das sich bei diesen Werten kein dauerhaftes Winterwetter einstellen kann, versteht sich wohl von selbst.

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