Temperatursturz bringt wieder Nachtfrost!

Was für ein verrückter April. Um Palmsonntag Schnee bis ganz runter, an Ostern Sommer mit bis zu 27 Grad und nun droht zum kommenden Wochenende ein neuer Temperatursturz. Es gibt sogar wieder Bodenfrost.

Leon Beurer Leon Beurer 26 Apr 2019 - 02:30 UTC
Temperatursturz
Am Wochenende ist der Aprilsommer vorbei und die Temperaturen rutschen deutlich nach unten.

Der April verabschiedet sich mit einem Temperatursturz. Nachdem die Höchstwerte am heutigen Freitag im Osten nochmal über 25 Grad gelegen haben, geht es ab morgen überall in den Keller. Dann sind sogar kaum noch 20 Grad drin. Nachts gibt es vielfach Werte um oder unter 5 Grad und lokal kann es zu Frost kommen, vorwiegend zu Bodenfrost. Daher sollte man empfindliche Pflanzen gut im Auge behalten und im Notfall entsprechend gegen den Frost schützen.

Das Hoch Leonore macht nun schlapp. Damit ist der Weg frei für Tiefs und die bringen uns eine Abkühlung ins Land. Allerdings war es bisher auch viel zu warm. Seit Ostern haben wir Temperaturen wie im Juni gehabt. Das war deutlich zu warm. Ostern erinnerte sehr stark an den Sommer. Es gab durchweg Sonnenschein und Spitzenwerte von bis zu 27 Grad. Mehr Sommer geht Ende April eigentlich gar nicht mehr.

Endlich Regen in Sicht

Mit der Abkühlung ziehen auch Regenwolken auf und die kann die Natur, aber auch die Landwirtschaft ganz dringend gebrauchen. Im Norden und Osten herrscht bereits eine sehr große Dürre. Vielerorts gibt es auf Feldern und Wiesen schon die ersten Dürreschäden. Die Ernte ist in Gefahr und Landwirte sind schon am Verzweifeln. Doch ergiebiger Landregen ist auch am kommenden Wochenende nicht in Sicht. Es gibt besonders am Samstag einzelne Schauer. Aber das ist wie so oft nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Besser davon kommt der Westen und Süden. Hier kann es durchaus über das Wochenende hinweg 10 bis 20, lokal auch 30 Liter Regen pro Quadratmeter geben. Der Westen bekam zudem bereits am Mittwochabend den ein oder anderen starken Regenguss ab und darf sich über eine Entspannung bei der Waldbrandgefahr freuen. So richtig Trockenheitsentwarnung kann aber auch dort nicht gegeben werden.

Eisheilige könnten Frühstart hinlegen

Um den 11. bis 15. Mai herum sprechen wir ja von den Eisheiligen. Dies darf man natürlich nicht allzu wörtlich nehmen. Es muss nicht exakt zwischen dem 11. und 15. Mai ein paar Grad kälter werden. Das kann auch später oder früher passieren oder es findet auch manchmal gar nicht statt. Eigentlich wären die Eisheiligen wegen einer Kalenderreform im 15. Jahrhundert ohnehin erst 10 Tage später.

So oder so: Die Eisheiligen sind eine Bauernregel. Das kann so kommen, muss es aber nicht. Doch derzeit sieht es nach den aktuellen Berechnungen tatsächlich so aus, als würde es in der ersten Maidekade nochmal richtig frisch werden. Neben Bodenfrost wäre sogar Luftfrost möglich. Das würde für die Pflanzenwelt richtig gefährlich werden, denn die ist nun aufgrund der warmen Tage sehr weit fortgeschritten.

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