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Rückblick: Extremer Juni ging mit Unwettern zu Ende!

Der vergangene Monat war extrem bei uns in Deutschland: Hitzewellen mit knapp 40 Grad, aber auch immer wieder Unwetter hatten Deutschland und Südwesteuropa fest im Griff. Beständiges und angenehmes Sommerwetter war dies nicht!

Unwetter
Der Juni 2022 verabschiedete sich mit heftigen Unwettern in Deutschland.


Hagel, Sturmböen und Starkregen: Auch in dieser Woche kam es zu heftigen Gewittern, die zum Teil große Schäden anrichteten. Bereits am Montag entwickelte sich in den Niederlanden ein Tornado, der die Kleinstadt Zierikzee mit voller Wucht traf. Mehrere Menschen wurden verletzt; ein Mensch kam sogar ums Leben, als er von einem herumfliegenden Dachziegel getroffen wurde.


Es wird noch sehr lange brauchen, bis sich wieder Normalität im Ort einstellen wird. Am Dienstag ist es dann im österreichischen Kärnten zu sehr schweren Unwettern gekommen. Hier führte ergiebiger Starkregen zu Schlammlawinen und Erdrutschen. Leider vermeldete die Feuerwehr auch hier ein Todesopfer.

Wetterkapriolen auch bei uns!

In Deutschland bildeten sich am Donnerstag vor einer herannahenden Kaltfront heftige Gewitter. Betroffen war besonders das Ruhrgebiet. In Krefeld und Duisburg war ab dem späten Nachmittag die Feuerwehr im Dauereinsatz, um vor allem die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien und vollgelaufene Keller auszupumpen. Bei Niederschlagsmengen von mehr als 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde ist das auch kein Wunder; die Kanalisation kann solch große Mengen nicht so schnell aufnehmen! Nach den Gewittern war die Luft deutlich kühler und angenehmer – teilweise gab es einen regelrechten Temperatursturz von mehr als 15 Grad. Die kühleren Luftmassen aus Nordwesten machten sich direkt bemerkbar. Am Freitag, nachdem die Kaltfront in den Osten vorgedrungen war, stiegen die Temperaturen im Westen auf Werte von 20 bis 23 Grad. Dahingegen wurden im Osten Brandenburgs noch einmal mehr als 30 Grad erreicht. Spitzenreiter war Manschnow mit 31 Grad. Im westlichen Brandenburg wurden dagegen fast 10 Grad weniger gemeldet. Meteorologen sprechen dabei von einem großen Temperaturgradienten auf einem sehr kleinem Gebiet.

Radarbild
Im Osten bildeten sich gestern noch kräftige Gewitter vor der Kaltfront. Die rote Farbe deutet auf starke Niederschläge hin! Im Westen lockerte es dagegen schon wieder auf.


In diesem Bereich (siehe Radarbild) gab es dann auch gestern noch kräftige Gewitter mit Starkregenfällen. Am heutigen Samstag sind die Reste der Kaltfront nach Osten abgezogen und es macht sich hoher Luftdruck bemerkbar. Dadurch lösen sich in weiten Teilen des Landes die Wolken auf und es scheint längere Zeit die Sonne. Dabei erwärmt es sich auf angenehme Werte von 25 bis 29 Grad.

Juni 2022: Zu warm und zu trocken!

Beim Blick auf den gesamten Juni 2022 fällt sehr schnell auf, dass dieser deutlich zu warm und zu trocken ausgefallen ist! Im Mittel lag die Temperaturabweichung (bezogen auf die Jahre 1961 bis 1990) bei knapp +3 Grad. Besonders im Süden war es zu warm, hier liegen die Abweichungen sogar bei fast +4 Grad. Es war also deutlich zu warm!


Das Niederschlagssoll ist nur zu 2 Drittel erfüllt. In Thüringen sind nur knapp 28 Prozent des üblichen Niederschlags gefallen. Daher bleibt nun zu hoffen, dass es so schnell wie möglich ergiebigen Landregen in ganz Deutschland geben wird, um das Defizit wenigstens ein wenig aufzuholen!