Ostern geht in Spanien baden - Kaiserwetter in Deutschland!

Das war dann wohl nix: Osterurlauber die in den Süden Europas gereist sind, sind buchstäblich im Wasser gelandet. Vom Spanien bis auf die Balearen gibt es viel Wind und teils sogar Sturm. In Deutschland dagegen Sommerwetter ohne Ende.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 21 Apr 2019 - 05:00 UTC
Ostern Unser Spezial Das Wetter an Ostern
Sturzregen in Spanien
Während Deutschland einen Ostersommer erlebte versinken Teile von Spanien in Regenfluten.

Freude für die Daheimgebliebenen: Sie dürfen sich in Deutschland über tolles Sommerwetter erfreuen,. Hoch Katharina hat die Tür für alle Tiefs zugemacht und damit ziehen die Tiefs nun weit um Mitteleuropa her und treffen dabei vor allen Dingen auf den Mittelmeerraum. Dort sitzen die Osterurlauber nun buchstäblich im Regen. Im Südosten Spaniens kommen Regenmassen vom Himmel. Rund um Murcia und Alicante kamen in den vergangenen 24 Stunden weit über 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Auch auf den Balearen gibt es Schauer und jede Menge Wind. Dort kann man sich nur mit der Jacke nach draußen wagen.

In Deutschland herrscht dagegen spanischer Sommer. Hier liegen die Spitzenwerte den dritten Tag in Folge bei über 25 Grad. Das ist ein sehr sommerliches Osterfest. Über Spanien und dem gesamten westlichen Mittelmeerraum liegt dagegen tiefer Luftdruck und der macht das Osterwetter sehr unfreundlich. Neben dem starken Regen gibt es dort auch recht viel Wind. An Baden im Meer ist bei dieser Wetterlage nicht zu denken.

Nach Ostern in Deutschland vorübergehend bis 30 Grad

Für Spanien, Portugal und die Balearen sind die weiteren Aussichten auch weiterhin nicht sonderlich rosig. Es ist weiterhin sehr wechselhaft und es gibt weitere Regenfälle. In Deutschland dagegen geht der Ostersommer bis zum Montag weiter. Die Temperaturen erreichen 18 bis 27 Grad. Dazu gibt es viel Sonnenschein und es ist weitgehend trocken. Erst am Montagabend kann es im Südwesten ein paar Gewitter geben.
Deutschland im Regenloch
Fast überall um Deutschland herum gibt es bis Dienstag zum Teil starken Regen. Nur bei uns bleibt es trocken.

Sonst ist es weiterhin trocken. Die Trockenheit wird allerdings langsam wieder zu einem echten Problem. Zum einen haben wir in weiten Teilen Deutschlands schon die Waldbrandgefahrenstufe 3, stellenweise sogar schon die beiden höchsten Stufen 4 bis 5, zudem macht das trockene Wetter auch der Natur und der Landwirtschaft wieder schwer zu schaffen. Nach Ostern könnte es vorübergehend nochmal einen Tick wärmer werden, stellenweise sind besonders im Osten Spitzenwerte bis 28 oder 29 Grad möglich. Lokal kann sogar die 30-Grad-Marke geknackt werden.

Dürre wird zum Problem

Während die Iberische Halbinsel Regenmassen abbekommt, sitzt Deutschland schon wieder auf dem Trockenen. Bereits im vergangenen April war eine große Trockenheit aufgetreten. Die Großwetterlage war damals ähnlich: Wir hatten eine blockierende Hochdruckwetterlage, d.h. ein Hoch lag über Mitteleuropa und hielt alle Tiefs vom Atlantik von Deutschland fern. Die Wetterlage ist aktuell recht ähnlich zu der aus dem Jahr 2018, Auch damals mussten die Tiefs dann Richtung Mittelmeer weiterziehen und haben den Urlaubern den Urlaub vermiest.

Wollen wir hoffen, dass es in diesem Frühjahr nicht so trocken weitergeht. Doch die längerfristigen Prognosen sehen für die Monate Mai und Juni nicht so rosig aus. Die beiden Monate sollten ebenfalls wärmer und trockener als im langjährigen Klimamittel ausfallen. Deutschland könnte daher auf eine neue Dürre zusteuern. Es soll zwar nächste Woche Regen geben, meist sind es aber nur Schauer und Gewitter. Das ist der berühmte Tropfen auf den heißen Stein!

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