Orkan-Warnung für Deutschland: Sturm Ignatz kommt!

Bereits vor einer Woche wurde es bei uns angekündigt, nun kommt er: Orkan Ignatz erreicht uns kommende Nacht mit schwerem Sturm und regional auch Orkanböen! Wo wird es besonders gefährlich?

Orkanwarnung
Deutschland droht ab der Nacht auf Donnerstag ein schwerer Sturm. Orkantief Ignatz zieht vorbei.

Heute Morgen haben wir eine richtig warme Brise um die Nase geweht bekommen. In der vergangenen Nacht sind sehr warme Luftmassen aus Spanien und Portugal bis zu uns nach Deutschland geströmt. Stellenweise haben wir heute Morgen in Nordrhein-Westfalen bis zu 17 Grad gemessen und das trotz klaren Himmels. Die vergangenen klaren Nächte brachten dagegen meist sogar Bodenfrost. Doch heute Morgen war alles anders. Dazu hat der Wind auch schon etwas zugenommen. So richtig stürmisch wird es dann ab heute Abend. Dann nährt sich das Randtief von Orkantief Ignatz und das hat es in sich.

In der kommenden Nacht und morgen sind Aufenthalte in Parks und Wäldern lebensgefährlich. Äste können abbrechen, Bäume umstürzen.

Bei Durchzug des Randtiefs werden die heftigsten Windentwicklungen erwartet. Los geht es zunächst im Westen Deutschlands, und zwar in der zweiten Nachthälfte. Nach Mitternacht nimmt der Wind von der Nordsee bis zum Schwarzwald deutlich zu. Besonders betroffen sind Teile von Nordrhein-Westfalen bis nach Rheinland-Pfalz, Hessen und ins Saarland. Dort kommt es nach 2 Uhr am frühen Morgen zu den ersten Sturmböen oder gar schweren Sturmböen bis zu 100 km/h. Es besteht dabei die Gefahr, dass Bäume umstürzen, Äste abbrechen und Straßen sowie Bahnschienen blockiert werden.

Behinderungen erwartet

Dadurch kann es im Berufsverkehr zu massivem Behinderungen kommen. Morgen früh sollte man im Westen mehr Zeit auf dem Weg zur Arbeit einplanen. Wir kennen das ja schon: Bei der Deutschen Bahn braucht es nicht unbedingt einen extremen Sturm und schon sind einige Strecken direkt lahmgelegt. Das Sturmfeld zieht dann am Morgen und Vormittag weiter, einmal über die Mitte Deutschlands hinweg. Hessen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt sind dann betroffen und auch der Norden Bayerns. Dort kann es dann weitere schwere Sturmböen geben. In den Hochlagen vom Harz werden sogar Orkanböen bis zu 160 km/h erwartet. Da geht es so richtig rund.

Besonders gefährlich ist bei diesem Sturm auf das Fahren über Autobahnbrücken. Das gilt besonders für LKWs. Der Seitenwind kann sehr gefährlich werden und hat schon öfters einen ganzen LKW umgeworfen. Wahrscheinlich werden morgen im Tagesverlauf auch wieder einige Autobahnbrücken wegen der starken Wind gesperrt werden. Bitte unbedingt vorsichtig fahren.

Bei Schauer und Gewitter Orkanböen bis runter möglich

Mit dem Sturm ist eine Kaltfront verbunden. Sobald diese morgen früh heranzieht, sinken die Temperaturen rasch ab und es bilden sich dabei auch einzelne Schauer und Gewitter. Bei besonders heftigen Gewittern können einzelne starke Winde aus der höheren Atmosphäre bis nach unten durchgemischt werden. Dann kann es auch ganz unten Orkanböen von bis zu 120 km/h geben. Das wird aber eher die Ausnahme bleiben.

Zum Mittag erwarten wir dann auf der Ostsee Orkanböen und auch an der Nordsee gibt es schweren Sturm. Dort droht eine Sturmflut. Insgesamt stehen uns da in Deutschland ruppige Stunden bevor. Der erste Herbststurm der Saison, Ignatz, zieht vorbei! Beachtet auch unsere Warnungen!