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Ein großer Meteoriten-"Sturm" kommt! Ist er in Deutschland sichtbar?

Der Mai könnte mit einem sehr seltenen astronomischen Ereignis enden: einem Meteoriten-"Sturm"! Was ist das? Wird er in Deutschland zu sehen sein?

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In den frühen Morgenstunden des Dienstags wurden wir Zeuge eines außergewöhnlichen astronomischen Phänomens: eines Meteoritensturms".

Der Mai war ein Monat mit einer Reihe beeindruckender astronomischer Ereignisse, und er könnte mit einem sehr ungewöhnlichen Ereignis enden: einem Meteor-"Sturm". Dies ist ein sehr seltenes Phänomen, das wir nur wenige Male in unserem Leben erleben können.

Meteoroide sind Staubpartikel, die in der Regel von Kometen oder Asteroiden stammen und schließlich die Erdatmosphäre erreichen. Ihre Geschwindigkeit ist so hoch, dass sie Tausende von Grad Temperatur erreichen und von der Oberfläche aus als Meteor (besser bekannt als Sternschnuppe) beobachtet werden können.

Was ist ein Meteoriten-"Sturm"?

Obwohl der Begriff sehr eingängig ist, handelt es sich bei Meteorstürmen" um Sternschauer, die mehr als 1000 Meteore pro Stunde erzeugen. Um die Intensität eines Sternschnuppenschauers zu messen, verwenden Astronomen die stündliche Zenitrate (ZHR), d. h. die Anzahl der Meteore, die ein Beobachter während des Höhepunkts der Aktivität eines Schauers sehen kann.

Dabei handelt es sich um ein theoretisches Modell, denn bei der Berechnung der ZHR wird davon ausgegangen, dass die Bedingungen ideal sind und der Radiant des Meteoritenschauers direkt über dem Himmel liegt, was vielerorts nicht der Fall ist.

Ein "schwacher" Meteoritenschauer erzeugt etwa 2 Meteore pro Stunde, ein kleinerer 2 bis 10. Größere Meteore haben eine Rate von mehr als 10 Meteoren pro Stunde und können sogar eine ZHR von etwa 100 Meteoren haben. Gelegentlich kann es zu Tausenden pro Stunde kommen, das wären dann die Meteor-"Stürme". Diese Aktivität ist jedoch nur für einen kurzen Zeitraum sichtbar, in der Regel einige Stunden oder sogar weniger.

Es könnte diesen Dienstag passieren!

Dieser Dienstag ist der Höhepunkt der Tau Herculides. Der Name rührt daher, dass der Himmelsbereich, aus dem sie aufzutauchen scheinen, im Sternbild Herkules liegt, obwohl sie in Wirklichkeit aus dem Sternbild Bootes (die Boten) kommen. Es ist ein eher unbekannter und oft ignorierter Sternschauer, obwohl er uns in den nächsten Stunden ein einzigartiges Schauspiel bieten könnte.

Astronomen erklären, dass die Teilchenwolke, die der Komet 73P/Schwassman-Wachmann 3 nach seinem Vorbeiflug an der Sonne im Jahr 1995 zurückgelassen hat, seither das Sonnensystem umkreist. In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai wird er wahrscheinlich die Erdumlaufbahn durchqueren und einen großen Meteorsturm erzeugen.

Es ist jedoch noch ungewiss, ob wir in den Genuss eines der größten astronomischen Spektakel kommen werden, das es überhaupt gibt. Die Vorhersage von Jérémie Vaubaillon, einem Astronomen am Pariser Observatorium, deutet darauf hin, dass dies wahrscheinlich ist, auch wenn es noch lange nicht sicher ist. Was können wir also tun? Wir müssen in dieser Nacht hinausgehen und den Himmel beobachten.

Wird es in Deutschland sichtbar sein?

Nach Berechnungen der Astronomen wird der Höhepunkt des Meteoritenschauers am kommenden Dienstag, dem 31. Mai, gegen 5:00 Uhr (UTC) erwartet. Daher wird es schwierig sein, das Maximum in Deutschland zu genießen, da es praktisch mit dem Sonnenaufgang zusammenfallen wird bzw. die Sonne schon aufgegangen ist.

In Deutschland wird das Maximum am Dienstag bei Sonnenaufgang erwartet, sodass wir nicht in der Lage sein werden, den besten Moment dieses Phänomens zu genießen.

Keinesfalls sollte man in die Sonne schauen. Das würde schwere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Schauen Sie einfach mal ab Mitternacht ab und zu in den Himmel. Der ist oft nur gering bewölkt oder klar. Die Sicht sollte also recht gut sein! Auch dann sollte schon etwas zu sehen sein.