Mallorca im Hitzeschock: Wasser wird knapp, Duschen verboten, Meer zu warm – so hart trifft es jetzt die Touristen
Auf Mallorca wird das Wasser knapp: Hitzewelle, Dürre und Versorgungskrise treffen jetzt auch Touristen – mit spürbaren Einschränkungen im Urlaub.

Der Sommer 2025 zeigt auf Mallorca sein brutalstes Gesicht: Seit Wochen regnet es kaum, die Temperaturen klettern über 35 Grad, die Böden sind ausgedörrt – und das Wasser wird knapp. Wasserreserven sind auf historischen Tiefstand gesunken, besonders betroffen sind ländliche Regionen und touristische Hotspots im Westen und Norden der Insel. Dort bleibt das Wasser mittlerweile tageweise komplett abgestellt – eine Maßnahme, die viele Urlauber völlig unvorbereitet trifft. In einigen Orten dürfen Bewohner und Touristen nur an bestimmten Tagen Wasser nutzen, während Hotels gezwungen sind, Wasserrationen pro Person einzuführen. Das Bild eines sorglosen Sommerurlaubs wird jäh durch die Realität einer ernsthaften Versorgungskrise ersetzt.
Hitzewelle und hohe Luftfeuchtigkeit treiben Verbrauch in die Höhe
Die aktuelle Hitzewelle verschärft die Lage weiter: Die Temperaturen erreichen bis zu 38 Grad, teils begleitet von einer hohen Luftfeuchtigkeit, die das Hitzeempfinden noch steigert. Der Wasserverbrauch schnellt nach oben – doch genau das ist aktuell nicht mehr möglich. Duschen wird zur Luxusfrage, viele Pools bleiben trocken, und in manchen Hotels wird das Wasser sogar stundenweise rationiert. Klimaanlagen laufen am Limit, gleichzeitig verdunstet immer mehr Wasser aus den ohnehin leeren Reservoirs. Wasserknappheit trifft alle – Touristen, Gastronomen und Einheimische gleichermaßen. Besonders problematisch: Auch medizinische Einrichtungen und Pflegeheime müssen mit weniger Wasser auskommen.
Warmes Meer wird zur trügerischen Oase
Für viele Touristen war das Meer lange der Rückzugsort – doch selbst das bietet kaum noch Erfrischung. Die Oberflächentemperaturen des Mittelmeers rund um Mallorca liegen aktuell bei über 28 Grad. Statt Abkühlung drohen gesundheitliche Risiken: Kreislaufprobleme, Dehydrierung und Hitzestress nehmen zu, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen. Gleichzeitig wird das Baden im Meer zur einzigen Möglichkeit, sich zu erfrischen – ein gefährliches Paradoxon. Die hohe Wassertemperatur begünstigt außerdem Algenwachstum und Quallenplagen, was den Badegenuss zusätzlich beeinträchtigt. Was sonst als Highlight des Urlaubs gilt, wird nun zur Herausforderung.

Wassersparen wird Pflicht – auch für Urlauber
Viele Gemeinden rufen nun zum aktiven Wassersparen auf. Gäste werden gebeten, nur kurz zu duschen, Klimaanlagen sparsamer zu nutzen und auf Wasserflaschen aus Glas umzusteigen. In manchen Orten dürfen Gärten nicht mehr bewässert, Autos nicht mehr gewaschen und Pools nicht mehr befüllt werden.

Für viele Urlauber ein Kulturschock: Der gewohnte Komfort fällt weg, und der Luxusurlaub wird zum minimalistischen Überlebensurlaub. Veranstalter warnen bereits vor möglichen Umbuchungen und Stornierungen, sollten sich die Bedingungen weiter verschärfen. Wer sich dennoch für Mallorca entscheidet, sollte vorbereitet sein – und Verantwortung übernehmen.
Ein Sommer, der alles verändert
Mallorca erlebt einen Wendepunkt: Der Sommer 2025 wird als einer der heißesten und trockensten in die Geschichte eingehen. Die Insel steht vor der Herausforderung, ihre Ressourcen zu schützen und gleichzeitig Millionen Gäste zu versorgen. Die Tourismusbranche gerät unter Druck, Einheimische fühlen sich allein gelassen, und Reisende werden plötzlich Teil eines Problems, das sie vorher nicht kannten.
Klar ist: Wer jetzt auf die Insel reist, muss sich auf Einschränkungen, Hitze und Wassermangel einstellen. Doch vielleicht bietet genau dieser Ausnahmezustand auch eine Chance – für mehr Bewusstsein, weniger Verschwendung und echte Nachhaltigkeit im Urlaub.