Kenia reduziert Wilderei von Nashörnern dank KI drastisch: Wie die Technologie sie rettet

Der Einsatz von Technologie hat es ermöglicht, die Jagd auf diese Säugetiere, die auf der Roten Liste stehen, erheblich zu reduzieren und die illegale Wilderei bis 2025 auf Null zu senken.

Die Wärmebildkamera ermöglicht es, nachts verschiedene Objekte zu erkennen. Bild mit freundlicher Genehmigung des WWF.

Die Nutzung neuer technologischer Entwicklungen zum Wohle der Menschheit und der auf der Erde lebenden Organismen kann vielfältige Vorteile mit sich bringen. Dies ist auf dem afrikanischen Kontinent und insbesondere in Kenia der Fall.

Dank des Einsatzes verschiedener Hilfsmittel ist die Wilderjagd auf Nashörner drastisch zurückgegangen. Allein im Jahr 2020 wurde kein einziges Säugetier dieser Art illegal gefangen.

Als Ergebnis dieser Bemühungen hat sich die Population der Nashörner in diesem afrikanischen Land in den letzten zehn Jahren erhöht, wenn auch langsam und schrittweise. Eine Reihe von Hilfsmitteln wurde in die Arbeit der Ranger-Patrouillen integriert.

Die Art ist stark bedroht, und glücklicherweise trägt der Einsatz künstlicher Intelligenz zum Schutz dieser Art bei.
Die Art ist stark bedroht, und glücklicherweise trägt der Einsatz künstlicher Intelligenz zum Schutz dieser Art bei.

Geräte und der Einsatz von künstlicher Intelligenz haben dazu beigetragen, Belästigungen und Wilderei in Kenias wichtigsten Naturschutzgebieten wie dem Solio Game Reserve und dem Ol Pejeta Conservancy vollständig zu unterbinden. Zu diesen Hilfsmitteln gehört auch die Installation von Wärmebildkameras.

Innovation zum Schutz

Diese leistungsstarken Systeme verfügen über Nachtsicht und künstliche Intelligenz, mit denen sie nachts die Bewegungen von Menschen, Wildtieren oder Fahrzeugen erkennen können. Darüber hinaus werden automatische Warnmeldungen an Systemadministratoren und Bediener gesendet, sodass vor Ort sofort reagiert werden kann.

Im Jahr 2020 wurde erreicht, dass kein Säugetier dieser Art illegal gefangen wurde.

All diese Instrumente haben sich als wichtige Innovation im Kampf gegen die Wilderei von Nashörnern erwiesen. Sie wurden zunächst an Parkgrenzen mit hohem Risiko illegaler Eindringlinge installiert und betrieben, zunächst in Pejeta im Jahr 2019 und später in Solio im Jahr 2023.

Im Jahr 2024 verstärkten mehrere Naturschutzorganisationen ihre Bemühungen, Mitarbeiter zu schulen und Sicherheitsinstrumente wie Wärmebildkameras einzusetzen, die an Patrouillenfahrzeugen angebracht sind, die nachts im Einsatz sind, wodurch die Reaktionszeiten auf potenzielle Bedrohungen erheblich verkürzt wurden.

Schwarze Nashörner, eine vom Aussterben bedrohte Tierart

Die Reservate Solio und Ol Pejeta beherbergen die größten Populationen von Schwarznasen-Panzernashörnern, die als vom Aussterben bedrohte Art eingestuft sind. Im Jahr 2019 waren diese Gebiete die ersten, in denen das Tierschutzprojekt gestartet wurde.

Nachtsichtkameras wurden an den Patrouillenfahrzeugen der Ranger installiert. Bild mit freundlicher Genehmigung des WWF.

Im Laufe der Zeit wurde das Programm auf insgesamt 11 Schutzgebiete in Kenia ausgeweitet, die anfällig für Angriffe sind. Mit Hilfe dieser Geräte können Ranger schneller mobilisiert werden und erhalten eine bessere Sicht auf das Gelände, während sie die Parks in völliger Dunkelheit überwachen und patrouillieren.

Die Sicherheit hat sich erheblich verbessert

Dank Wärmebildkameras können Wachleute geschützte Gebiete auch nachts überwachen. Mit Hilfe dieser Technologie haben sich Wilderer zurückgezogen, da sie die Dunkelheit nicht mehr ausnutzen können, um sich heimlich durch die Parks zu bewegen und diese Tiere zu jagen.

Dank des Einsatzes von Technologie konnten historische Ergebnisse bei der Reduzierung der Wilderei und der Erhöhung der Population der Spitzmaulnashörner erzielt werden.

Bisher konnten die Aufseher die Gebiete nur mit Hundestaffeln und Taschenlampen überwachen und schützen. Diese Methoden können zwar wirksam sein, aufgrund der Größe des Gebiets waren sie jedoch oft ineffizient.

Risiko für Ranger und Tiere reduzieren

Angesichts der Gefahr, im Dunkeln auf bewaffnete Wilderer zu treffen, können Ranger dank der Möglichkeit, weiter zu sehen und Nachtsichtgeräte einzusetzen, sicherer arbeiten und Jäger stoppen, bevor diese ihre Waffen gegen Tiere oder sogar gegen die Ranger selbst einsetzen können.

Der Einsatz dieser Tools in Naturschutzgebieten hat auch die Kommunikation zwischen Rangern und den umliegenden Gemeinden verbessert. Die Anwohner haben sich kooperativ gezeigt, nachdem sie die Vorteile der Technologie erkannt haben.

Die Unterstützung durch die Gemeinschaft war von entscheidender Bedeutung

Die Beziehung zwischen lokalen Gemeinschaften und Reservatsverwaltern kann den Schutz natürlicher Ressourcen erheblich unterstützen. Als die COVID-19-Pandemie den Großteil des internationalen Reiseverkehrs zum Erliegen brachte, standen Naturschutzbemühungen vor großen Herausforderungen.

Dank technischer Unterstützung konnte jedoch die Installation der meisten Nachtsichtkameras abgeschlossen werden. Die lokalen Projektpartner eigneten sich schnell Kenntnisse über diese Technologien sowie deren Installation und Nutzung an.

Durch diese Schulung wurden auch die Fähigkeiten der lokalen Gemeinschaften gestärkt. Dank dieser gegenseitigen Unterstützung werden in naher Zukunft auch andere Regionen des Kontinents und der Welt von diesen einfachen, aber äußerst wirksamen Instrumenten profitieren können.

Quellenhinweis:

Cómo las cámaras térmicas y la IA impulsan el éxito de la conservación de rinocerontes en Kenia. 19 de mayo, 2025. Whitney Kent. Fondo Mundial para la Naturaleza (WWF)