Hochwasser in Süddeutschland- bis 200 Liter Regen!

Ende April war von einer Dürre in Deutschland die Rede. Stattdessen geht das Land nun im Dauerregen unter. Der Süden Deutschlands muss min Hochwasser rechnen. Zudem gibt es heftige Gewitter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 19 Mai 2019 - 02:00 UTC
Hochwassergefahr
In Süddeutschland drohen massive Regenfälle und damit Hochwasser.

In Süddeutschland könnte es schon bald Land unter heißen, denn laut US-Wettermodell und dem deutschen Wettermodell ICON drohen dort bis Dienstagabend stellenweise bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Das könnte extrem kritisch werden. Die heftigsten Regenfälle bilden sich zwischen Schwarzwald und Bayerischem Wald, sowie im Allgäu. Dort sind 100 bis 150 Liter Regen, teilweise auch bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.

Dort steht ein größeres Hochwasser bevor. Leider muss man daher in Bayern und Baden-Württemberg in der kommenden Woche mit Hochwasser rechnen. Aber auch in den anderen Regionen drohen zum Teil heftige Gewitter. Schon am heutigen Sonntag gibt es im Westen und Südwesten Schauer und Gewitter die kaum voran kommen. Daher drohen immer wieder am gleichen Ort Starkregen, stellenweise auch Hagel und Sturmböen. Schaut Euch dazu bitte auch unsere Unwetterwarnungen an!

Regen ohne Ende bis Ende Mai

Doch das ist erst der Auftakt zu einer extrem nassen zweiten Maihälfte. Schaut man sich den 15.Tages-Trend vom US-Wetterdienst NOAA an, so sieht man Regenmassen vom Himmel kommen. Teilweise um die 200 bis 250 Liter Regen pro Quadratmeter bis zum Ende des Monats.Steigende Flusspegel sind die Folge. Von der in den Medien Ende April groß angekündigten Dürre entfernen wir uns damit immer weiter. Die Trockenheit legt sich nun von Tag zu Tag.

Und: Bis Anfang Juni wird sich an dem nassen Wetter nichts ändern. Der Mai geht nass und wechselhaft zu Ende. Für die Freibäder und Badeseen ist das wirklich Pech. Sie dürfen in diesem Mai wohl kaum noch mit einem größeren Besucherstrom rechnen. Ähnlich sieht es für Biergärten und Eisdielen aus. Das schöne Maiwetter bleibt in diesem Jahr einfach aus.

Kältester Mai seit Jahrzehnten

Der Mai ist aktuell rund 3,4 Grad kälter als im langjährigen Mittel. So kalt war ein Mai schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Eine deutliche Erwärmung ist nur vorübergehend in Sicht. Heute und morgen werden 17 bis 27 Grad erwartet. In Berlin und Brandenburg sind heute sogar Höchstwerte bis 28 Grad drin. Doch danach drohen überall heftige Schauer und Gewitter. Das Niederschlagssoll für den Mai ist bereits zur Hälfte erfüllt. Die Sonnenscheindauer fast ebenfalls. Doch die nächsten Tage werden erhebliche Regenmengen bringen.

Damit dürfte der Monat deutlich zu kalt und nass enden. Nach einer Dürre sieht es auch Anfang Juni nicht aus. Das nasse und kühle Wetter dauert an. Zum Monatsende ist sogar Bodenfrost möglich. Doch in den kommenden Tagen besteht erstmal in einigen Regionen eine hohe Überschwemmungsgefahr. Da heißt es für die Anlieger von Bächen und Flüssen wachsam sein.

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