Gustnado in Guatemala: Was ist das denn?

Schonmal etwas von einem Gustnado gehört? Das Wort ist eine Zusammenmischung aus Tornado und Böe. Was es damit genau auf sich hat erklären wir euch im Artikel.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 14 Feb 2019 - 20:35 UTC

Das ist ein beeindruckendes Video aus Guatemala. Es zeigt keinen Tornado, aber es ist so ein ähnlicher Wirbelsturm. Es ist ein sogenannter Gustnado. Das Wort setzt sich aus dem englischen Wort "gust" für Böe und dem Wort Tornado zusammen bzw. dessen letzte Wortsilbe. Es sieht einem Tornado optisch auch recht ähnlich. Es gibt sogar den typischen Tornadorüssel der den Erdboden erreicht.

Bei einem Gustando besteht im Unterschiede zu einem Tornado kein unmittelbarere Zusammenhang zwischen den Aufwinden in einer Schauer- oder Gewitterwolke. Gustnados werden dynamisch an Böenfronten von Schauern und Gewittern ausgelöst. Erst wenn sich dieser Wirbel mit den Aufwinden der Gewitter- oder Schauerwolke verhindert besteht die Gefahr, dass daraus auch ein Tornado entstehen kann.

Meist wirbeln sie nur Staub und Schmutz auf. Größere Schäden sind eher selten, es sei denn, sie wachsen sich zu einem Tornado aus. Dann können sie deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen und zu schweren Schäden führen.

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