Die Trockenheit nimmt weiter zu

Die extreme Trockenheit bleibt weiter erhalten und es wird immer schlimmer. Wir rutschen von einem Extrem ins nächste. Der Klimawandel scheint bereits in vollem Gang zu sein. Seit Wochen gab es keinen ergiebigen Regen.

Thomas Dengfurt Thomas Dengfurt 18 Juli 2019 - 02:30 UTC
Dürre in Deutschland
Die große Trockenheit macht Landwirten und Natur schwer zu schaffen.

Den Landwirten vertrocknet vielfach die Ernte auf den Feldern. Dabei hört man immer wieder von heftigen Schauern und Gewittern. Doch dieser Starkregen kommt meist gar nicht tief genug im Erdboden an. Meist fließt das ganze Wasser direkt an der Erdoberfläche wieder ab. Es hat keine Zeit zum Einsickern. So verwundert es nicht, dass die Bodenschichten bis rund 2 Meter Tiefe nahezu total ausgetrocknet sind. Die einzelnen Schauer und Gewitter machen höchstes den obersten Erdboden etwas nass.

Beim Niederschlag ist das klimatologische Mitte aktuell erst zu 35 Prozent erreicht, dabei sind schon über 50 Prozent des Monats vorbei. Viel nachkommen wird in diesem Monat nicht mehr, denn es wird in den nächsten Tagen eher noch wärmer und heißer, als das sich Regenwetter einstellt.

Extreme Dürre hat Deutschland in weiten Teilen fest im Griff

Der Dürremonitor Deutschland zeigt wie trocken derzeit der Erdboden ist. Schaut man sich die nachfolgende Grafik an, dann wird das ganze Ausmaß sichtbar. Bis in 1,8 m Tiefe herrscht laut dem Helmholtz Zentrum eine außergewöhnliche Trockenheit im Land. Da gibt es kaum Ecken die zu nass sind. Das hängt natürlich auch mit dem trockenen Jahr 2018 zusammen. Das sind sozusagen die Nachwehen. Aber neue Niederschläge blieben bisher meist aus. Ergiebiger und flächendeckender Landregen wäre dringend nötig.

Auch die Pegel von einigen Bächen und Flüssen sind weiter am Sinken. Auf einigen Schifffahrtswegen ist die Fahrt für die Binnenschiffer derzeit gedrosselt bzw. gar nicht mehr möglich. Das betrifft zum Beispiel die Elbe. Und in den kommenden Tagen ist keine Entspannung der trockenen Wetterlage in Sicht. Es kommt neue Hitze statt schöner und starker Dauerregen.

Wo steckt denn der Regen fest?

Wir haben das Problem, dass seit Wochen keine Westwetterlage mehr geherrscht hat. Diese Wetterlagen bringen uns typischerweise immer wieder aus Westen Regenwolken. Dann folgt in der Regel ein Tief nach dem anderen. Doch derzeit dominiert immer wieder hoher Luftdruck. Zwar streifen uns auch mal ein paar Tiefs, die bringen aber keinen kräftigen Regen.

Maximal gibt es hier und da ein paar Schauer. Das ist natürlich viel zu wenig. Auch in den kommenden Tagen geht es trocken weiter. Am Wochenende ist mal der ein oder andere Schauer möglich. Aber auch das ist weiterhin viel zu wenig um der Dürre ein Ende zu bereiten. Die neue Hitze trocknet zudem den Boden noch weiter aus.

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