Der angebliche Dürresommer geht baden!

Der Mai geht verbreitet im Regen unter. Noch vor drei Wochen berichteten die Medien über einen angeblichen Dürresommer. Kurz danach startete der total unterkühlte und nasse Mai 2019. Von einem Wonnemonat ist nicht zu spüren.

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 11 Mai 2019 - 09:24 UTC
Dürresommer
Die Medienberichte über einen Dürresommer waren allesamt Blödsinn und total unseriös.

Wie erwartet waren die zahlreichen Medienberichte über einen angeblich bevorstehenden Dürresommer völliger Blödsinn. Kaum waren die Berichte Ende April abgedruckt, schon änderte sich die Wetterlage fundamental. Statt warmer und trockener Zeiten setzte in vielen Landesteilen zum Teil heftiger Regen ein. Dazu ist es auch noch sehr kühl geworden. Aktuell ist der Monat Mai rund 4 Grad kälter als im langjährigen Durchschnitt.

Schon damals machten wir darauf aufmerksam, dass niemand in der Lage ist extreme Wetterereignisse wie einen Dürresommer vorherzusagen. Trotzdem machten die Medienberichte über eine angebliche Dürre Ende April in allen Medien die Runde. Selbst in der eigentlich als sehr seriös geltenden Tagesschau und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurden diese unsinnigen und unseriösen Schlagzeilen veröffentlicht. Nun muss man festhalten: der Mai geht derzeit in vielen Regionen Deutschlands baden. Lediglich im Nordosten des Landes ist es noch etwas zu trocken.

Berichte über Dürresommer waren und sind unseriös

Es gibt heute in der Meteorologie keine Möglichkeiten extreme Wetterereignisse vorherzusagen. Kein Mensch und auch kein Meteorologe kann beispielsweise einen Jahrhundertwinter, Jahrhundertsommer oder eine extreme Dürre vorhersagen. Es ist schon erstaunlich wie diese unseriösen Schlagzeilen vor rund drei Wochen die große Runde durch die Medienlandschaften machen konnten.

Nasses Wochenende
In vielen Regionen Deutschlands kommt es bis Sonntagabend zu ergiebigen Regenfällen.

Allein in den vergangenen 12 Stunden fielen im Westen bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter. In den echten Dürreregionen der Erde würde man sich über solchen Regenmengen mehr als freuen. Es hat in den vergangenen Stunden sogar so stark geregnet, dass zahlreiche Bäche und Flüsse kräftig am Ansteigen sind. Bis heute Abend sind teilweise noch einmal bis zu 30 Liter möglich. Auch die Prognose eines zu warmen Mais ging nach hinten los. Statt Wärme bringt der Mai in diesem Jahr in Deutschland nur Kälte. Schon die kommenden Nächte bringen schon wieder Bodenfrost.

Kalte Nordostströmung in der kommenden Woche

Auch in der neuen Wetterwoche geht es für die Jahreszeit viel zu kalt weiter. Zwar gibt es zunehmend hohen Luftdruck, doch wir liegen auf der kalten Seite des Hochs. Das bedeutet, dass wir weiterhin in einer kalten Nordostströmung sitzen. Damit wird es bei uns erstmal nicht wirklich warm. Teilweise weht auch noch ein sehr kalter Wind. Trotz Sonnenschein empfinden wir die Wetterlage daher sehr kühl. Auch nachts ist es kalt. Montag- und Dienstagmorgen müssen wir weiterhin mit Bodenfrost rechnen. Empfindliche Pflanzen sollte man schützen.

Wann es endlich wieder durchgreifend wärmer wird, ist noch total unsicher. Auf der Iberischen Halbinsel werden in diesen Tagen 30 bis 35 Grad erreicht, lokal auch bis 37 Grad. Selbst in Russland ist es wärmer als bei uns. Wir sitzen hier in Deutschland weiterhin mitten zwischen den Stühlen und damit in der kalten Mitte. Wann wir aus dem Tal der Kälte herauskommen ist noch nicht klar!

Werbung