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Neuer Ausbruch des Piton de la Fournaise auf der Insel La Réunion!

Aufregung im Südosten von La Réunion! Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Welt, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Zeichen des Erwachens gegeben.

Das Observatoire Volcanologique du Piton de la Fournaise in La Plaine des Cafres meldete, dass der Vulkan auf der Insel La Réunion in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um 3:30 Uhr Ortszeit zum zweiten Mal in diesem Jahr ausgebrochen ist. Mindestens drei eruptive Risse öffneten sich an der Südflanke des Vulkans im Gehege, d.h. in der zentralen Caldera des Vulkans, wie die Vulkanologen nach ersten Erkenntnissen feststellten. Die Eruption findet in einem völlig unbewohnten Gebiet statt und stellt somit keine Gefahr für die Bevölkerung dar.

Nachdem sich seit mehreren Wochen seismische und ruhige Phasen abgewechselt hatten, zeigte der Piton de la Fournaise gegen 1.15 Uhr Ortszeit die ersten Anzeichen eines Erwachens. Laut Experten ging die seismische Krise mit einer schnellen Verformung einher, was ein Zeichen dafür ist, dass das Magma das Magmareservoir verlässt und sich an die Oberfläche ausbreitet. Ein Ausbruch ist daher kurzfristig "in den nächsten Minuten oder Stunden" für den Vulkan, der als einer der aktivsten Vulkane der Welt gilt, wahrscheinlich. Nach Angaben des Observatoriums ist er seit 2010 etwa 20 Mal ausgebrochen.

Es handelt sich um den zweiten Ausbruch in diesem Jahr. Der erste Ausbruch fand im April statt und dauerte damals sechs Wochen. Die Eruptionen des Vulkans auf La Réunion werden als effusiv oder hawaiianisch bezeichnet. Die Lava fließt größtenteils über die Oberfläche des Vulkans, im Gegensatz zu explosiven Eruptionen, die Aschewolken hoch in den Himmel spucken.

Die Eruption ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als die Osthälfte der Insel von Unwettern betroffen war. Innerhalb von 12 Stunden wurden erhebliche Regenmengen gemessen, insbesondere über 250 mm in den Höhenlagen von Saint-Benoît und Bras Panon. Mehrere Stationen überschritten sogar die Schwelle einer Wiederkehrdauer von zwei Jahren, was zu einigen Überschwemmungen führte. Seitdem hat sich die Lage wieder normalisiert und die Wetterbedingungen haben sich beruhigt, während der Piton de la Fournaise wenige Stunden vor den Weihnachtsfeiertagen weiterhin Unruhe stiftete.