daswetter.com

Alarm wegen eines möglichen weltweiten Stromausfalls: Wo und wann?

In den letzten Wochen haben sich Gerüchte über einen großen weltweiten Stromausfall verbreitet, und bereits drei Länder, unter anderem Deutschland, haben Anweisungen für das weitere Vorgehen gegeben.

Globaler Stromausfall
Ein weltweiter Stromausfall ist laut Experten ein ernstes und reales Problem.

In den letzten Wochen verbreiteten sich Gerüchte über einen möglichen weltweiten Stromausfall, die so weit gingen, dass einige Politiker in verschiedenen Städten Anweisungen für den Fall eines solchen Ereignisses gaben.

Alle Augen richten sich auf Europa, wo ein massiver Stromausfall bestimmte Gebiete betreffen könnte.

Antonio Turiel, Forscher am Institut für Meereswissenschaften des Spanischen Nationalen Forschungsrats (CSIC), äußerte sich gegenüber der spanischen Zeitung NIUS zu den Gerüchten über das Ereignis. Er wies darauf hin, dass die Spekulationen entstanden sind, weil es in mehr als einem europäischen Land einen Mangel an Gas gibt.

"Wenn man von einem großen Stromausfall spricht, besteht ein echtes Risiko. Es ist möglich, dass es zu einem großflächigen, europaweiten Stromausfall kommt und alles zusammenbricht. In den letzten Jahren wurden bei jeder Dekompensation große Energieanlagen eingesetzt, die leicht ein- und ausgeschaltet werden können, d. h. Wärmekraftwerke. Aber jetzt, wo das Gas knapp wird und die Preise steigen, geht uns ein wichtiges Instrument zur Kompensation aus", sagte er.

Wenn man von einem großen Stromausfall spricht, besteht ein echtes Risiko. Es ist möglich, dass es zu einer sehr groß angelegten, europaweiten Störung kommt und alles zusammenbricht.

Turiel sagte, dass jedes Mal, wenn eine dieser Kompensationen vorgenommen wird, mehr Gas verbraucht wird, eine Tatsache, die die Regierungen beunruhigt. Dem Experten zufolge ist dies ein Problem, vor dem schon seit einiger Zeit gewarnt wird, aber erst der Gasmangel und die jüngsten Preissteigerungen haben die Aufmerksamkeit der Regierungen auf sich gezogen.

Wann würde es passieren?

"Experten erwarten einen Stromausfall in den nächsten fünf Jahren", berichtete das Medienunternehmen Antena3. Länder wie die Schweiz haben ihre Bevölkerung aufgefordert, sich für den Fall eines Stromausfalls im diesjährigen Winter vorzubereiten. Und obwohl noch kein Datum feststeht, wann das Ereignis eintreten wird, haben mehrere Regierungen damit begonnen, bereits im Vorfeld Notfallpläne zu erstellen.

Weltweiter Stromausfall
Österreich, Deutschland und die Schweiz waren die ersten Länder, die Alarm für ihre Bevölkerung schlugen.

"Es handelt sich um ein ernstes und reales Problem, und wir sprechen hier von drei großen Ländern, die Alarm schlagen. Die Gründe für einen unwahrscheinlichen, aber möglichen großflächigen Stromausfall liegen vor allem in der elektrischen Instabilität, die durch den Gasmangel verursacht wird", betonte Turiel.

Was sagen die Regierungen?

Die erste, die Alarm schlug, war die österreichische Regierung. "Die Frage ist nicht, ob es einen größeren Stromausfall geben wird, sondern wann", sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Die Regierung hat die Kampagne "Was tun, wenn alles aufhört" ins Leben gerufen, um die Bürger darüber zu informieren, was im Falle eines Ereignisses zu tun ist, das sie als "echtes Risiko" bezeichnet.

Das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat Berichten zufolge eine ähnliche Kampagne in Deutschland gestartet. Auch die Schweiz hat sich der Warnung angeschlossen.

"Wir werden schon bald ähnliche Bewegungen in anderen Ländern, wie z. B. in Frankreich, erleben", so Antonio Turiel.

Das österreichische Verteidigungsministerium rät, sich mit Treibstoff, Kerzen, Batterien, Lebensmittelkonserven und Trinkwasser einzudecken. Sie empfehlen auch, einen Treffpunkt mit Familie und Freunden zu vereinbaren und ein Netz der Zusammenarbeit zwischen Nachbarn zu schaffen.