Gemeinsame Mahlzeiten fördern unsere Gesundheit

Immer wieder machen Studien deutlich, dass wir Menschen soziale Wesen sind und wir Gemeinschaft brauchen. Das Beisammensein sorgt nicht nur für eine gesunde und stärkere Psyche, sondern unterstützt unser gesamtes System.

Die Gemeinschaft beim Essen tut nicht nur unserer Psyche gut
Die Gemeinschaft beim Essen tut nicht nur unserer Psyche gut

Eine neue Studie macht deutlich, dass sogar zusammen essen mit lieben Menschen und Freunden nicht nur der Erholung dienlich ist. Die Gemeinschaft hält unseren Blutzucker stabil.

Gemeinsames Essen sorgt für stabile Werte

In der neuen Studie wurden die Blutzuckerspiegel bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern überwacht und verglichen. In dem Single-Setting konnte festgestellt werden, dass die Blutzuckerregulation deutlich langsamer funktioniert.

„Bei der Blutzuckerregulation geht es also nicht nur darum, was wir essen, sondern auch darum, mit wem wir essen. Unsere Beziehungen spielen eine aktive biologische Rolle für unser körperliches Wohlbefinden.“, erläutert Shir Atzil

Insgesamt wurden 54 Pärchen immer wieder zu solchen Experimenten eingeladen. Dabei zeigte sich, dass die Regulation des Blutzuckers in Anwesenheit der geliebten Person deutlich effizienter war als im Single-Setting.

Im Singe-Setting schlägt der Blutzucker deutlich aus

Immer wieder finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler klare Zusammenhänge zwischen unserem körperlichen Wohlbefinden und unserer Gesundheit und dem Leben in Gemeinschaft.

Vielen Menschen, die einsam leben, leiden schnell unter psychischen Beschwerden und Erkrankungen
Vielen Menschen, die einsam leben, leiden schnell unter psychischen Beschwerden und Erkrankungen

Lange wurde in der Medizin der Körper und die Psyche getrennt betrachtet. Studien stellen klar, dass die einzelnen Körper der Menschen definitiv auch besser funktionieren, wenn wir in Gesellschaft sind.

In der Gemeinschaft geht es Körper und Psyche einfach besser

Wenn wir zurückblicken, ist dies ja nicht verwunderlich. Aus evolutionärer Sicht wirken sich soziale Effekte und zwischenmenschliche Kontakte positiv aus. Die Entstehung und Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten brachten und bringen uns psychobiologische sowie verhaltensbezogene Vorteile.

In weiteren Studien möchte die Forschenden herausfinden, ob bereits weniger vertraute Personen ebenfalls solche messbaren Effekte ausmachen.

Weitere Forschungen sind geplant

So könnte es eventuell auch positive Effekte auf unsere körperliche Gesundheit haben, wenn wir mit Kolleginnen und Kollegen zusammen Mittagspause machen oder im Café allein mit ein paar Personen vom Nachbartisch ein nettes Gespräch haben.

Ist Sympathie dabei ein wichtiger Faktor?

Wahrscheinlich spielt dabei eine Rolle, dass wir die Menschen, die uns umgeben, sympathisch finden.

So ist bereits bewiesen, dass kleine Unterhaltungen und Nettigkeiten, ob in der Straßenbahn oder im Supermarkt unseren Alltag entspannter machen. Besonders in angespannten Zeiten und in der dunklen Jahreszeit, kann es daher einen Unterschied machen, wie wir selbst in der Welt unterwegs sind.

Artikelreferenz

Monia Masalha et al. (2026). Human homeostasis is more efficient in social proximity.