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Kippt die Winterprognose in Deutschland auf eisig kalt?

Der Dezember ist recht kalt gestartet. Viel kälter als das die langfristigen Wettermodelle berechnet hatten. Und nun ist die neuste NOAA-Prognose für den Dezember drastisch abgestürzt: Der Monat könnte regional sogar zu kalt ausfallen!

Überraschung bei der Langfristprognose der NOAA für den Dezember 2022. Nun sieht man plötzlich blaue Farben auf der Prognosekarte. Das hat es so selten zuvor gegeben. Ein Wintermonat wird in einigen Teilen Deutschlands als zu kalt berechnet. Besonders betroffen ist der Norden von Deutschland. Dort könnte der Monat kälter als üblich ausfallen. Das merken wir aber auch aktuell schon. Immer wieder streifen uns dort die Kaltfronten. Das wird auch in den nächsten Tagen so weitergehen. Das bleibt jedenfalls sehr spannend.

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Die Langfristprognose der NOAA für den Dezember 2022 ist fast komplett gekippt. Nun soll es im Norden sogar einen zu kalten Dezember geben.

Vor zwei bis drei Monaten hätte der Dezember 2022 deutlich zu warm ausfallen sollen. Von einer positiven Abweichung um die 2 Grad über dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 war für ganz Deutschland und fast gar Europa die Rede gewesen. Schaut man sich die Wetterkarte jetzt an, sieht das alles ganz anders aus.

Der Norden von Deutschland soll bis zu 1 Grad kälter als üblich ausfallen. Im Osten Europas könnten die Abweichungen sogar bis zu 2 oder 3 Grad nach unten betragen. Es kündigt sich ein eisiger Dezember an und die Prognosen könnten noch weiter abstürzen.

Grauer 2. Advent - Schnee in den Mittelgebirgen!

Das Wochenende um den 2. Advent bleibt meist auch frisch. Mehr als 0 bis 5 Grad werden nicht erwartet, in den Hochlagen haben wir leichten Dauerfrost. Teilweise liegt im Osten ein richtig hohe Schneedecke. Weimar in Thüringen meldet beispielsweise 19 cm Schnee. Das ist für Anfang Dezember richtig ordentlich. Sonst ist es auch in den höheren Lagen stellenweise weiß. Die kommenden Tage bringen keine durchgreifende Milderung. Eher das Gegenteil ist der Fall. Nach einem grauen 2. Advent, der nur selten Sonne bringt, wird es am Montag wieder nasskalt.

Ein kleines Schneetief zieht über die Landesmitte und bringt zumindest in den höheren Lagen noch ein paar Zentimeter Neuschnee. 5 bis 15 cm Schnee können ab 400 bis 600 m nochmal vom Himmel kommen.

Polarpeitsche am 3. Advent!

Spannend wird es weiterhin um den dritten Advent herum! Da sind sich die Wettermodelle weiter uneinig. Es könnte eisig kalt werden und das im ganzen Land. Zwischendrin gibt es aber auch Berechnungen, dass es milder und windiger werden könnte. Da sind die Unsicherheiten noch sehr groß.

Das Problem: die kalten Luftmassen liegen in diesem Jahr sehr nahe an bzw. um Deutschland herum und können quasi jederzeit zu uns kommen. Das ist richtig spannend. Die Wettermodelle müssen da ganz schön hin und her rechnen!