„Es wird richtig kalt": Wetterforscher warnt – El Niño und Bauernregel deuten auf harten Winter

Erst Rekordwärme, jetzt der erste kühle Gruß – und ein Wetterforscher warnt bereits vor dem Winter. El Niño und eine uralte Bauernregel machen jetzt Angst vor Schnee und Frost.
Kaum ist der spätsommerliche Traum vorbei, geht der Blick schon nach vorn – und der verheißt nichts Gemütliches. Denn während viele die letzten warmen Tage genießen, warnt ein Wetterforscher bereits vor dem kommenden Winter.
Die Kombination aus einem außergewöhnlich warmen September, einem mächtigen Klimaphänomen im Pazifik und einer jahrhundertealten Bauernregel sorgt gerade für mächtig Gesprächsstoff.
Und der erste Vorgeschmack auf ungemütlichere Zeiten steht schon vor der Tür. Nach den milden Wochen kippt die Stimmung – pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang.
Erst 30 Grad, jetzt der Absturz
Zum Wochenstart macht das Wetter kehrt. Am Montag wird es wechselhaft mit Schauern und einzelnen Gewittern, die Höchstwerte rutschen auf frische 17 bis 22 Grad ab. Dazu weht der Wind lebhaft aus Nordwest, an den Küsten und in den Mittelgebirgen sogar stürmisch.

Nachts wird es empfindlich kühl: Die Tiefstwerte sacken auf 6 bis 9 Grad. Nach dem T-Shirt-Wetter der letzten Tage fühlt sich das an wie ein Sprung ins kalte Wasser – der Herbst meldet sich mit Macht zurück.
So außergewöhnlich warm war der September
Dabei war dieser Monat bisher ein echter Ausreißer nach oben. Bis zur Monatsmitte lag die Durchschnittstemperatur rund 2,6 Grad über dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Im Südwesten kratzte das Thermometer sogar noch mal an der 30-Grad-Marke.
Und genau das ruft eine alte Wetterweisheit auf den Plan, die schon Oma und Opa kannten: „Septemberwärme dann und wann, zeigt einen strengen Winter an." Ein milder Frühherbst als Vorbote für Eis und Schnee – der perfekte Stoff für Spekulationen.
Was fachlich wirklich dran ist
Doch hier muss man die schöne alte Regel ein Stück weit entzaubern. Ein warmer September und ein kalter Winter hängen nicht ursächlich zusammen. Was im Frühherbst passiert, sagt über Frost und Schnee im Januar herzlich wenig aus.
Die Trefferquote solcher Regeln liegt meist kaum über dem Zufall. Mal passt es, mal liegt die Weisheit komplett daneben. Wer allein deshalb schon Winterreifen wechselt und Streusalz hamstert, sollte sich nicht zu sicher fühlen.
Darum warnen die Experten wirklich
Viel spannender als die alte Reimzeile ist ein Schwergewicht, das die Fachwelt derzeit elektrisiert: ein außergewöhnlich starker El Niño im tropischen Pazifik. Er zählt zu den kräftigsten Ereignissen seit Beginn der Messungen. „Ein Winter mit diesem Kraftpaket im Rücken kann uns kräftig überraschen", warnt ein Wetterforscher.
Für Deutschland heißt das erfahrungsgemäß: ein eher milder, westwindgeprägter Frühwinter – die große Kälte tritt oft erst im Spätwinter auf. Dazu kommt ein ungewöhnlich warmes Mittelmeer, eine aufgeheizte Badewanne voller Energie. Trifft diese Feuchtigkeit auf Kaltluft, kann es richtig krachen.
Das erwartet Sie in den kommenden Monaten
Unterm Strich heißt das: Die Bauernregel ist ein netter Gruß aus der Vergangenheit, ein sicherer Winter-Fahrplan ist sie nicht. Der warme September verrät über den großen Frost wenig – auch wenn die Schlagzeile verlockend klingt.
Wer wissen will, wohin die Reise geht, schaut besser auf El Niño, Polarwirbel und das Mittelmeer. Fest steht nur eines: Langweilig wird dieser Winter garantiert nicht. Bleiben Sie neugierig – und schauen Sie in den nächsten Tagen wieder rein.