Niedrigwasser: Weiterhin große Trockenheit in Baden-Württemberg - "Die Hitze ist vorbei, die Dürre bleibt"
Mit dem Sommerende ist auch in Baden-Württemberg endlich die Hitze vorbei. Trotzdem bleibt die große Trockenheit erhalten, denn größere Regenmengen sind weiterhin nicht in Sicht. Die Rheinpegel bleiben extrem niedrig, mit Folgen für die Wirtschaft.

Nach dem extremen Hitzesommer in Baden-Württemberg ist die große Hitze endlich vorbei. Der Sommer war allerdings nicht nur viel zu heiß, sondern auch viel zu trocken. Nötig wären jetzt langanhaltende und ergiebige Niederschläge, doch diese sind bis auf Weiteres nicht in Sicht!
In vielen Medien ist es ruhig geworden, seitdem sich die große Wärme und Hitze, auch jahreszeitlich bedingt, deutlich abgeschwächt hat. Die Dürre-Problematik, besonders im Südwesten Deutschlands, bleibt damit aber weiter bestehen. Denn nur weil es sich jetzt abgekühlt hat, ist die große Trockenheit mitnichten verschwunden.
Weiterhin extremes Niedrigwasser
An einigen Stationen im Oberrheingraben sind seit Jahresbeginn keine 300 mm (entspricht "Liter pro Quadratmeter") Niederschlag zusammengekommen. In Riegel am Kaiserstuhl waren es gerade mal 216 mm in diesem Jahr, das ist weniger als die Hälfte der eigentlich üblichen Menge bis zu diesem Zeitpunkt. Vielerorts fehlen über 200 Liter Regen, was natürlich nicht ohne Folgen auch für die Flüsse bleibt.
#Rhein Pegelstand bei #Köln aktuell: 71 cm.
— Pegeldeutschland.de (@Pegeldeutschlan) September 17, 2026
Neuer Allzeitrekord am 17.08.2026: 45 cm.
Meine Abschätzung für Ende erster Oktoberwoche:
50 bis 40 cm
Ja es gab u.a. 1947 und 1949 #Niedrigwasser doch derzeit befinden wir uns in neuen Dimensionen was Dauer und Intensität angeht! pic.twitter.com/HyUuQF1q4j
Der Rheinpegel hat sich seit seinem Allzeit-Rekordtief im August nur sehr wenig erholt. In Köln zum Beispiel liegt der aktuelle Pegelstand bei 71 cm, Tendenz weiter fallend. Der Allzeitrekord lag am 17. August diesen Jahres bei 45 cm.
In Kaub (Rheinland-Pfalz) liegt der Pegel des Rheins aktuell bei 25 cm, der historische Tiefststand seit Messbeginn im Jahr 1880 lag am 16. August 2026 bei 7 cm. Prognosen gehen derzeit davon aus, dass dieser Rekordwert Anfang Oktober erneut erneut erreicht werden könnte, falls größere Niederschläge im Einzugsgebiet des Rheins weiter ausbleiben.
#Dürre und #Niedrigwasser setzen sich fort!
— Pegeldeutschland.de (@Pegeldeutschlan) September 17, 2026
Die Regensummen bis einschließlich 1. Oktober lassen neuerliche Allzeitrekorde erwarten.
Quelle der Karte: https://t.co/zeHUgjnLLq #Rhein #Elbe #Weser #Donau #Oder #Mosel #Saar #Sauer #Ruhr #Nahe #Lahn #Sieg #Neckar #Bodensee #Erft pic.twitter.com/Vv8kX6A9Tg
Genau diese dringend benötigten Niederschläge zeichnen sich für Baden-Württemberg in nächster Zeit aber nicht ab, ganz im Gegenteil bleibt der gesamte Südwesten weiterhin die trockenste Region in ganz Deutschland. Wenn der Rhein wenig Wasser hat, bleibt dies auch nicht ohne Folgen für die Wirtschaft.
Wochenende spätsommerlich warm
Güterschiffe können entweder gar nicht mehr oder nur leer fahren. Das treibt die Kosten in die Höhe, alleine im Niedrigwasserjahr 2018 lag der volkswirtschaftliche Schaden bei rund 2,4 Milliarden Euro. Mit Blick auf den Klimawandel muss man davon ausgehen, dass solche Niedrigwasserlagen immer häufiger auftreten werden.
Zurück zum Wetter für Baden-Württemberg: Am Freitag gibt es bei vielen Wolken im Nordwesten des Landes zunächst ein wenig Regen, am Nachmittag gibt es allmählich mehr Sonne bei 17 bis 23 Grad. Das Wochenende wird bei einem freundlichen Sonne-Wolken Mix meist trocken und schon wieder spätsommerlich warm mit 20 Grad im Bergland und bis zu 27 Grad im Breisgau. Auch in der neuen Woche sind keine nennenswerten Niederschläge in Sicht, so dass sich die große Trockenheit im Land weiter fortsetzten wird.