Wetterforscher ist total erstaunt: "So etwas habe ich selten erlebt" und spricht von "Hitzewelle im November"

Rekordwärme, Saharastaub und T-Shirt-Wetter: Der November zeigt sich von seiner heißblütigen Seite – Deutschland erlebt eine außergewöhnliche Wetterlage, wie man sie sonst nur im Mai kennt.
Was sich in den Wetterkarten andeutet, ist meteorologisch absolut spektakulär: Ein Schwall extrem milder Luftmassen aus Südwesteuropa erreicht Deutschland und lässt die Temperaturen auf bis zu 22 Grad steigen – mitten im November! Das kann man fast schon als "Hitzewelle" mitten im Herbst bezeichnen.
Eine solche Wärmephase ist selbst für den Klimawandel-Zeiten außergewöhnlich, denn normalerweise liegen die Werte jetzt zwischen 5 und 10 Grad. Statt grauer Tristesse gibt es Sonne satt – und wer möchte, kann tatsächlich noch einmal im T-Shirt oder sogar in kurzer Hose nach draußen.
Sonne, Wärme und Saharastaub
Mit der warmen Luft gelangt zugleich Saharastaub nach Mitteleuropa. Dieser sorgt für spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge mit orange-rötlichen Farbtönen am Himmel. Gleichzeitig dämpft der feine Staub in höheren Luftschichten stellenweise den Sonnenschein leicht ab.

Dennoch bleibt es überdurchschnittlich mild, und in vielen Regionen wird das Gefühl entstehen, man befinde sich eher im späten Frühling als im tiefen Herbst. Meteorologen sprechen schon jetzt von einer „extremen Anomalie“, die in den Temperaturstatistiken deutliche Spuren hinterlassen dürfte.
Mittwoch: Ein Hauch von Frühling
Am Mittwoch zeigt sich das Wetter im Norden und Nordwesten zunächst von der wolkigen Seite. An der Nordsee und an der Grenze zu Dänemark fällt stellenweise etwas Regen, doch südlich davon setzt sich rasch freundliches und teils sonniges Wetter durch. In den Nebelregionen Ostbayerns bleibt es kühler mit etwa 7 Grad, sonst steigen die Werte auf 11 bis 19 Grad, besonders mild wird es am Nordrand der Mittelgebirge und im Breisgau. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd, an der See treten einzelne stürmische Böen auf.
Donnerstag: Frühlingsgefühle im Süden
Der Donnerstag bringt im Norden dichte Wolken und vereinzelte Regentropfen, doch von der Mitte bis in den Süden dominiert strahlender Sonnenschein. In Süddeutschland kann sich mancherorts zäher Nebel halten, wo er sich aber auflöst, wird es geradezu frühlingshaft warm. Die Höchstwerte erreichen 9 Grad bei Dauernebel in Niederbayern und bis zu 22 Grad im Oberrheingraben und am leicht föhnigen Alpenrand. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis Südwest – perfekte Bedingungen für einen Nachmittag im Freien.
Freitag: Norden grau, Süden sonnig und mild
Am Freitag bleibt es über der nördlichen Mitte teils trüb mit anhaltendem Regen, doch im Süden scheint wieder häufig die Sonne. Vor allem im Oberrheingraben, am Bodensee und im Alpenvorland erwarten uns T-Shirt-Wetter und goldene Sonnenstunden. Die Temperaturen erreichen 10 Grad in Schleswig-Holstein und bis 22 Grad am Oberrhein. Während der Norden mit einem frischen Nordostwind kämpft, bleibt es im Süden ruhig und angenehm mild.
Fazit: November oder Mai?
Diese Wetterlage ist ein echtes November-Phänomen: Rekordwärme, Saharastaub und Frühlingssonne mitten im Spätherbst – das gab es in dieser Intensität nur selten. Meteorologen beobachten die Entwicklung mit Spannung, denn am Wochenende könnten erste Tiefausläufer wieder kühlere Luft bringen. Doch bis dahin gilt: Genießen Sie diesen verrückten „Mini-Frühling“, bevor der graue Herbst zurückkehrt.