Wetter-Hammer nach 200 Hitzerekorden: Was am Donnerstag passiert, überrascht viele – und dann kommt der goldene Oktober

Erst purzeln die Rekorde, dann zieht eine Gewitterfront auf. Doch die eigentliche Überraschung kommt danach. Warum der Oktober jetzt erst richtig loslegt.

Das hat es so noch nie gegeben: Am Sonntag, dem 27. September, wurden in Deutschland an über 200 Wetterstationen neue Hitzerekorde für diese Jahreszeit gemessen. Die Menschen saßen im T-Shirt draußen, die Eisdielen hatten Hochbetrieb, und mancher fragte sich, ob der Kalender wirklich schon Herbst anzeigt.

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Doch jetzt macht ein Wort die Runde, das viele aufhorchen lässt: Wetterumschwung. Am Donnerstag soll es krachen. Ist der Spätsommer damit endgültig vorbei? Die Antwort dürfte viele überraschen, denn der Herbst hat offenbar ganz andere Pläne als erwartet.

Bis Mittwoch geht der Wärme-Wahnsinn weiter

Zunächst einmal passiert: nichts, was nach Herbst aussieht. Bis einschließlich Mittwoch bleibt das Hochdruckwetter am Ruder. Die Sonne scheint vielerorts ungestört, die Temperaturen liegen verbreitet deutlich über 20 Grad. Im Süden und Westen wird es in den Niederungen sogar noch wärmer.

Zum Start in den Oktober 2026 zieht eine Schauer- und Gewitterfront über Deutschland hinweg.
Zum Start in den Oktober 2026 zieht eine Schauer- und Gewitterfront über Deutschland hinweg.

Für Ende September ist das schlichtweg außergewöhnlich. Es fühlt sich eher nach Hochsommer an als nach Herbstanfang. Nur morgens kann sich in einigen Tälern Nebel halten. Der löst sich aber meist schnell auf und macht Platz für den nächsten strahlenden Sonnentag.

Donnerstag: Jetzt kracht es zum Oktoberstart

Und dann kommt der Tag, über den alle reden. Ausgerechnet zum Oktoberstart am Donnerstag (1.10.) rauscht von Westen eine Schauer- und Gewitterfront heran. Es kann örtlich kräftig regnen, einzelne Gewitter mit teils stürmischen Böen sind möglich. Die Temperaturen gehen spürbar zurück, es wird ungemütlicher.

Viele rechnen jetzt mit dem großen Herbsteinbruch. Doch genau hier kommt die Überraschung: Der Donnerstag ist nur ein kurzes Husten. Die Front zieht einmal durch, und dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Von tagelangem Dauerregen und Kälte ist weit und breit nichts zu sehen.

Die Überraschung: Schon am Freitag ist alles wieder anders

Kaum ist die Front durch, dreht das Wetter schon wieder. Am Freitag (2.10.) lockert es von Westen her auf, die Sonne setzt sich immer häufiger durch. Über Mitteleuropa baut sich erneut hoher Luftdruck auf und schiebt das kurze Tief kurzerhand beiseite.

Nach einem wechselhaften Start in den Oktober, bringt das ersten Oktoberwochenende dann schon wieder freundliches und "deutlich zu warmen" Spätsommerwetter.
Nach einem wechselhaften Start in den Oktober, bringt das ersten Oktoberwochenende dann schon wieder freundliches und "deutlich zu warmen" Spätsommerwetter.

Viele haben den Herbst schon abgehakt, dabei geht es jetzt erst richtig los. Die Nächte werden in klaren Phasen zwar etwas frischer. Tagsüber aber wird es wieder angenehm mild, die Luft ist herrlich klar, und die Sonne bringt die bunten Blätter zum Leuchten.

Traumwetter zum langen Feiertags-Wochenende

Das eigentliche Highlight folgt am ersten Oktober-Wochenende rund um den Tag der Deutschen Einheit am Samstag. Nach aktuellem Stand erwartet uns in weiten Teilen Deutschlands Traumwetter: viel Sonnenschein, kaum Wind und angenehme Temperaturen. Ideal für Wanderungen, Weinfeste oder einen Ausflug ins Grüne.

Wer an diesem Wochenende etwas vorhat, darf sich also freuen. Es wird ein echtes Goldener-Oktober-Wochenende, wie man es sich besser kaum wünschen könnte. Einzig in den Morgenstunden sollte man in Flusstälern mit Frühnebel rechnen. Spätestens zur Mittagszeit hat sich der aber meist verzogen.

Goldener Oktober: Bis zu 25 Grad sind noch drin

Und wie geht es danach weiter? Auch hier gibt es gute Nachrichten. Für die erste Oktoberwoche sehen die Wettermodelle erneut ein stabiles Hoch über Mitteleuropa. Damit sind noch einmal Werte bis 25 Grad möglich, vor allem im Südwesten und entlang des Rheins.

Der Oktober dreht also voll auf. Der Donnerstag bleibt nur ein kleiner Schluckauf, danach geht es mit dem goldenen Herbst munter weiter. Ganz festlegen lässt sich das so weit im Voraus zwar noch nicht. Doch die Zeichen stehen klar auf Sonne satt statt Herbststurm.