Weiße Pracht zum 1. Advent: Wo gibt es Schnee?

Das Tief Andreas hat besonders in den westlichen Mittelgebirgen für den ersten Wintereinbruch gesorgt. Doch auch im Flachland kann es zum ersten Advent flocken. Wo es weiß wird, erfahrt ihr hier.

Schnee in Bayern
Besonders am Alpenrand schneit es sich in den nächsten Tagen richtig ein. Da sind bis Dienstag lokal 30 bis 50 cm Neuschnee möglich.

Lange wurde der Winter angekündigt - nun ist er endlich da. Natürlich längst nicht für alle, im Flachland gibt es bisher eher Regen. Anders sieht das zum Beispiel im Sauerland aus. Hier fielen über Nacht rund um den Kahlen Asten 10 bis 15 cm Neuschnee. Auch im Hochschwarzwald hat es teils 10 bis 20 cm geschneit. Dort steckten sogar zahlreiche Lastwagen auf schneebedeckter Fahrbahn fest. Im Sauerland sowie im Westerwald gab es schneebedingte Unfälle und Staus.

Im Schwarzwald, aber auch in der Rhön und im Thüringer Wald ist im Tagesverlauf am Samstag mit weiteren Schneefällen zu rechnen. Aber auch im Norden macht sich auf der Nordseite des Tiefs die kalte Luft bemerkbar. Besonders in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern kann der Regen bis in tiefe Lagen in Schnee übergehen. Hier können besonders ab Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag örtlich sogar mehrere Zentimeter zusammenkommen.

Schnee am Adventssonntag vor allem in der Südhälfte

Am Sonntag schneit es vor allem in den Schweizer und österreichischen Alpen kräftig. Diese Schneefälle können sich auch bis nach Deutschland ausbreiten. Sie erreichen etwa vom Allgäu bis zum bayrischen Wald. Im Berchtesgadener Land sind bis Sonntagabend durchaus 15 bis 20 cm Neuschnee möglich. Auch in den Mittelgebirgen und südlich davon kann es bis ins Flachland schneien. Meist sind es hier aber nur kurze Schneeschauer. In der Nordhälfte fließt von der Nordsee her etwas mildere Luft ein, weshalb es hier die Schauer meist als Regen fallen.

Schnee und Regen am Dienstag
Am Dienstag überquert eine Schneefront ganz Deutschland. Von Nordwesten her geht der Schnee allerdings in Regen über.

Am Montag und Dienstag schneit es besonders an den Nordrändern der Mittelgebirge und am Alpenrand weiter. Der meiste Schnee wird im Schwarzwald, im Erzgebirge, sowie am gesamten Alpennordrand und im Allgäu erwartet. Hier sind verbreitet 10 bis 30 cm, vereinzelt bis 50 cm möglich. Inneralpin kann es in höheren Staulagen bis Mitte der Woche sogar knapp einen Meter Neuschnee geben.

Sturm zum Dezemberstart?

Zum Start in den ersten meteorologischen Wintermonat scheint sich die Wetterlage nicht beruhigen zu wollen. Von der Nordsee her könnte am Mittwoch ein Sturmtief aufziehen. Das würde auch milde Luft mit sich bringen, sodass zeitweise wieder Tauwetter einsetzt. Die nächste Rückseite mit kalter Luft und Schneefällen wäre hier aber vorprogrammiert. Was für ein Auf und Ab! Da ist Spannung beim Wetter vorprogrammiert. Auch eine Luftmassengrenze mit einem kalten und winterlichen Norddeutschland und regnerischen und milden Süden ist in den Modellen schon aufgetaucht. Da stehen spannende Zeiten an, was die Entwicklung der Wetterlage im Dezember anbelangt. Die letzten 10 Jahre war der Dezember jedenfalls immer zu mild. Vielleicht wird diese Reihe ja in diesem Jahr gebrochen...