Schönstes Wanderwetter zu Pfingsten in den Alpen - Meteorologe warnt jedoch vor diesen Gefahren
Was für eine 180 Grad-Wende beim Wetter: Am vergangenen Wochenende war in den Alpen noch die Mai-Kälte mit Schnee das große Thema und jetzt reden wir über Sonne, Sommerwetter und Hitze an Pfingsten. Gefahren lauern aber trotzdem in den Bergen.

Der Kontrast zum vergangenen langen "Christ Himmelfahrt"-Wochenende könnte nicht größer sein. Statt großer Mai-Kälte mit Nachtfrösten und Schnee bis unter 1000 Höhenmetern dreht jetzt der Sommer so richtig. Bei jeder Menge Sonnenschein sind Temperaturen bis über 30 Grad möglich.
Zur Erinnerung: Ordentliche (Neu-) Schneemengen und tief verschneite Alpengipfel gab es noch am letzten Wochenende, die Zugspitze (2962m) meldete am Samstag (16. Mai) noch 290 cm der weißen Pracht, aber auch in tieferen Lagen kehrte nochmal der Winter ein. Im Berchtesgadener Land wurden auf der Reiteralpe (1670m) 22 cm und auf dem Tegelberg (1710m) bei Füssen im Oberallgäu 17 cm (Neu-) Schnee gemessen.
Vom Winter in den Hochsommer
Frostig-kalt waren auch die Nächte, in höher gelegenen Tälern gab es Frost bis -5 Grad, auf den Bergen wurde es eisig mit Tiefstwerten von unter -10 Grad. Von solchen eisigen Temperaturen dürfen wir uns jetzt aber verabschieden, denn das Wetter vollzieht eine 180 Grad-Wende vom Winterwetter in den Hochsommer in nicht mal einer Woche.
Das kommende lange Wochenende macht damit Lust auf die Berge, denn es erwarten uns zu Pfingsten viel Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und ein nur sehr geringes Gewitterrisiko. Perfektes Wanderwetter also zum Start in die Sommersaison, dennoch sollten einige Gefahren nicht unterschätzt werden, die in den Bergen aktuell noch drohen.
Pfingsten lockt mit viel Sonne in die Berge. ️ Aber: Um 2000 Meter liegen noch Schneereste, ab etwa 2500 Metern teils viel Schnee. Mehr Hintergründe im Artikel.
— WetterOnline Austria (@WetterOnline_AT) May 21, 2026
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Obwohl der Winter in den Alpen insgesamt eher schneearm verlaufen ist, gab es aufgrund der vergangenen kalten Witterung in den Hochlagen nochmals bis zu einem halben Meter Neuschnee. Mit den kommenden Sommertemperaturen und der kräftigen Maisonne wird es dem Schnee zwar zunehmend an den Kragen gehen, trotzdem liegen besonders in schattigen Lagen oberhalb von 2000 Metern noch ausgedehnte Schneefelder.
Ab einer Höhe von etwa 2500 Metern liegt teilweise noch sehr viel Schnee, was bei der Tourenplanung für eine Wanderung im Gebirge unbedingt berücksichtigt werden sollte. Aber selbst in tieferen Lagen besteht in geschützten Lagen auf restlichen Schneefeldern im steilen Gelände akute Absturzgefahr! Und nicht vergessen: Die Sonne hat inzwischen ordentlich Power, daher gut eincremen und an Sonnenbrille und Kopfbedeckung denken.
Über Pfingsten bis zu 32 Grad
Noch kurz zu den detaillierten Wetteraussichten für das lange Pfingstwochenende: Schon am Freitag scheint von früh bis spät die Sonne mit nur wenigen Schönwetterwolken über den Bergen. Die Temperaturen steigen schon auf sommerliche Werte von 23 bis 28 Grad in Tallagen und selbst auf 2000 Meter Werte bis 15 Grad.
Insgesamt 15 Stunden scheint auch am Samstag die Sonne von früh bis spät vom meist tiefblauem Himmel, dabei wird es mit 25 bis 30 Grad hochsommerlich warm, sehr mild wird es auch im Hochgebirge bei 16 Grad in 2000 Meter und +8 Grad selbst auf 3000 Metern Höhe. Auch am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag setzt sich das sonnige und sehr warme Hochdruckwetter in den Alpen fort. An beiden Tagen besteht nur eine sehr geringe Gewittergefahr bei hochsommerlichen bis heißen Temperaturen von 26 bis 32 Grad in den Tallagen und über 15 Grad selbst auf 2000 Metern. Die Nullgradgrenze steigt auf 4000-4500 Meter Höhe mit entsprechendem Tauwetter bis in die Gipfellagen. Für die Gletscher brechen damit "harte Zeiten" an.
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