Wildpflanze des Jahres 2026: Warum der Natternkopf unbedingt noch im Mai ausgesät werden sollte

Der gewöhnliche Natternkopf ist die Wildpflanze des Jahres. Mit ihren hübschen und mehrschichtigen Blüten lockt sie allerlei Insekten an. Vor allem profitieren von ihr Schmetterlinge und Bienen.

Die Wildpflanze des Jahres 2026 ist der Natternkopf (Echium vulgare).
Die Wildpflanze des Jahres 2026 ist der Natternkopf (Echium vulgare).

Der Natternkopf ist in Europa weitverbreitet und blüht in der Regel von Mai bis Oktober eines Jahres.

Diese krautige Pflanze ist fast überall zu finden

Oftmals finden wir die Wildpflanze auf steinigem Gelände, trockenen Böschungen, Heidelandschaften, am Wegesrand oder manchmal entlang von Zug- und Bahngleisen. Manchmal können wir ihr auf offenen und trockenen Wiesen entdecken.

Ihren Namen verdankt die Pflanze der Form des Samens. Der Samen der Pflanze hat eine Struktur, die an den Kopf einer Schlange erinnert. Darüber hinaus sind ihre Blüten einzigartig. Sie sind in sogenannten Thyrsen angeordnet und zudem fünfzählig und mit einer doppelten Blütenhülle.

Die Blüten sind einmalig und liefern ausgiebig Nektar

Diese Blütenbracht lässt sich nur selten übersehen. Die Blüten sind im Anfangsstadium leicht rosa und werden mit der Zeit immer mehr violett oder blau.

Wildpflanzen und Wildblumen bieten Insekten besonders in trockenen Sommern eine langfristige Nahrungsquelle.
Wildpflanzen und Wildblumen bieten Insekten besonders in trockenen Sommern eine langfristige Nahrungsquelle.

Als hochwertiger Lieferant für Insekten und besonders für Schmetterlinge und Falter wird die Wildpflanze immer beliebter.

„Zu den tagaktiven Faltern, die sich von seinem Nektar ernähren, gehören beispielsweise verschiedene Dickkopffalter (u. a. Thymelicus), der Distelfalter (Vanessa cardui), der Große Kohlweißling (Pieris brassicae), der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und Nachtfalter wie der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor).“, erläutert der NABU e.V.

Auch Wildbienen und Hummeln haben ihre Freude an den tollen und prachtigen Nektarlieferanten. Besonders in den trockenen Sommern können sie am Natternkopf noch Nahrung finden.

Ein Ölauszug hilft bei trockener Haut

Für Menschen kann sich ein Ölauszug der Blüten lohnen. Vor allem bei beanspruchter Haut oder trockenen Stellen lässt er sich als Grundlage benutzen.

Frisch abgesammelte Blüten werden hierzu in ein sauberes Gefäß gegeben und mit mildem Pflanzenöl getränkt, sodass die Blüten komplett bedeckt sind.

Weniger ist mehr - kleine Mengen reichen aus

An einem warmen und lichtgeschützten Ort sollte die Ölmischung dann circa drei bis vier Wochen ziehen. Es ist hilfreich alle 1-3 Tage die Mischung leicht zu schwenken, sodass sich alles gleichmäßig verteilt.

Nach 3 – 4 Wochen kann der Auszug über einen Filter abgeseiht werden. Es ist ratsam bewusst kleine Mengen zu verwenden, um mögliche allergische Reaktionen gering zu halten.

Quellenhinweise

mein-kraeuterkeller.de (2026). Diese blau blühende Pflanze ist die Wildpflanze des Jahres und kann im Mai gesät werden. Blog.

NABU e.V. (2026). Gewöhnlicher Natternkopf. Echium vulgare. Wissenswertes. Zeit der Schmetterlinge. Aktionen und Projekte.

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