Unwetterwarnung: Erst heftiges Tauwetter, dann Frost-Februar?

Unwetterwarnung im Südwesten. Dort wird heftiges Tauwetter und Hochwasser erwartet. Ab Samstag wird es kurz etwas kühler, doch danach kommt die nächste Wärmewelle. Bestehen trotzdem noch Chance auf einen winterlichen Februar?

Hochwasser
Massives Tauwetter und starker Regen führt zu Hochwasser im Westen, Südwesten und Süden.

Das Winterwetter hatte heute Morgen auch den Westen wieder voll im Griff. Besonders in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie in Teilen von Baden-Württemberg sorgt das Tief Malte für viel Schnee. Stellenweise kamen bis zu 5, regional bis zu 10 cm Schnee vom Himmel und das bis ganz runter, teilweise sogar direkt am Rhein. Es kam verbreitet zu starken Verkehrsbehinderungen. Doch lange wird die weiße Pracht nicht liegen bleiben.

Es droht massives Tauwetter und das bis in die höchsten Lagen. Die Pegel sämtlicher Flüsse im Westen Deutschlands werden stark ansteigen. Ob es ein größeres Hochwasser geben wird, ist aber noch nicht sicher. Wie geht es nach dem Monatswechsel weiter? Kalte Luftmassen liegen über Nordeuropa und Osteuropa bereit. Kommen diese im Februar zu uns? Einige Wetterexperten setzen auf polare Kälte im Februar, andere wiederum lehnen das als unseriös ab.

Hochwasser durch heftiges Tauwetter - Unwetterwarnung!

Für den Schwarzwald gelten bereits Unwetterwarnungen. Dort werden bis Samstag starke Regensummen erwartet und dazu schmilzt viel Schnee ab. Insgesamt werden 80 bis 130 mm Niederschlag freigesetzt. Das ist sehr viel. Zudem sind die Flüsse seit dem Anstieg vor 8 Tagen noch immer recht hoch. Und nun kommt die zweite Flutwelle. Daher werden die Pegel rasch ansteigen. In Worms am Rhein wird ein Pegelanstieg von bis zu 4 Metern erwartet. Ufernahe Bereiche dürften dadurch überflutet werden.

Wie lange der Anstieg andauert ist noch unsicher, denn am Wochenende wird es nur kurzzeitig etwas kühler und der Regen geht in den Hochlagen in Schnee über. Die ersten 10 Februartage sehen insgesamt wenig winterlich aus. Ab Montag steigen die Höchstwerte schon wieder deutlich an. Richtiges Winterwetter ist in der ersten Februarwoche nicht in Sicht. Scheinbar setzen sich wieder die milden Luftmassen durch. Doch die Kälte ist nicht weit weg.

Kommt der Polarwirbelsplit?

Die Kälte ist weiterhin recht nah und das merkt man auch an den täglichen Berechnungen der Ensemble-Vorhersagen. Bei den 30 Rechenläufen des US-Wettermodells der NOAA gibt es immer eine gewisse Anzahl die in den ersten Februartagen durchaus Potenzial für viel Kälte sehen, ja sogar für Dauerfrost in ganz Deutschland. Doch diese Berechnungen sind nach wie vor in der Minderheit.

Rund zwei Drittel sehen bis 12. Februar milde Luftmassen in Deutschland dominierend. Nur ein gutes Drittel rechnet mit frostigen Tageswerten und sogar mit Schnee. Ganz unwahrscheinlich wäre die Kälte daher nicht, aber es ist eben nur eine geringe Wahrscheinlichkeit! Die Tage werden nun auch immer länger, die Sonne gewinnt an Kraft. Der Winter hat es damit immer schwerer. Bisher ist der Winter rund 1,7 Grad wärmer als das Klimamittel. Zu kalt wird dieser Winter sicherlich nicht enden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Polarwirbel. Teilt sich dieser, könnte uns noch massive Kälte erreichen. Die Betonung liegt auf KÖNNTE...

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