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Doch viel Kälte? Die Wettermodelle für den Winter in Deutschland kippen!

Erstaunliche Wetterwende: Die Langfristwettermodelle rudern für Deutschland in Sachen Winterwetter zurück. Nun geht es in Richtung Normal-Winter, vielleicht sogar bald in Richtung zu kalt? Das wären ganz üble Aussichten bei den aktuellen Energiepreisen. Wir geben Euch einen Überblick über die aktuellen Daten.

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Kommt auf Deutschland etwas doch kein Mildwinter zu? Die Chancen auf Eis, Schnee und Kälte steigen leider deutlich an.

Das kann ja heiter werden oder in diesem Fall auch sehr kalt. Zunächst hatte der US-Wetterdienst NOAA einen sehr warmen Winter berechnet. Dezember, Januar und Februar sollten bis zu 2 Grad wärmer als das Klimamittel der Jahres 1991 bis 2020 ausfallen. Doch nun startet das große Zurückrudern. Dabei hatten wir uns gerade mit dem Gedanken angefreundet, dass uns ein kalter Winter erspart bleiben könnte. Jedes Grad über dem Klimamittel spart uns in Deutschland Millionenbeträge an Strom-, Gas- und Ölkosten.

Der erste meteorologische Wintermonat Dezember wurde von der NOAA zunächst als 2 Grad wärmer als normal berechnet. Jetzt ist fast keine Abweichung mehr in den neusten Berechnungen vorhanden. Es wird ein durchschnittlicher erster Wintermonat erwartet. Natürlich sind das alles noch keine echten Wettervorhersagen und keinesfalls gescherte Aussagen. Es ist zunächst nur ein Trend.

Wintervorhersage sind keine sicheren Prognosen

Immer wieder bekommt man zu hören, dass der Winter so oder so werden wird. Das klingt häufig wie in steil gemeißelt, ja fast schon so sicher wie das Amen in der Kirche. Das ist natürlich völliger Unsinn. So manche Winterprognose scheint nur auf reinem Wunschdenken und Bauchgefühl zu basieren. Das sind damit natürlich völlig unseriöse und unbrauchbare Aussagen. Ein Jahreszeittrend kann immer nur Abschätzungen treffen. Könnte die Jahreszeit kälter, wärmer, nasser oder trockener als üblich ausfallen? Das ist dann auch schon alles. Es gibt verschiedenen Wetterdienste, die solchen Langfristwettermodelle betreiben. Das sind in aller Regen die staatlichen Wetterdienste, z.B. die US-Wetterbehörde NOAA, der europäische Wetterdienst ECMWF oder der Deutsche Wetterdienst DWD.

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Statt eines deutlich zu warmen Februar 2023 rechnet NOAA nun maximal mit einem durchschnittlichen Winter.

Jahreszeiteisprognosen sind nun schon etliche Jahre in der Meteorologie anerkannt und haben sich in der Öffentlichkeit durchgesetzt. Während noch vor 10 Jahren einzelne Meteorologen mit Langfristtrends in der Öffentlichkeit unterwegs waren, sind diese jetzt überall zu finden. Einige Wetterportale bieten diesen Dienst sogar hinter einer Bezahlschranke an. Das würden sie sicherlich nicht machen, wenn das alles unseriös wäre, oder? Vor 10 Jahren wurde sogar mal eine Erklärung gegen langfristige Wettervorhersagen abgegeben. Eine Erklärung, über die man heute nur noch schmunzeln kann. Es war ein ziemlich lascher PR-Gag. So gibt es beim renommierten Deutschen Wetterdienst DWD Klimavorhersagen der nächsten Wochen und sogar Jahre. Die Pioniere der Langfristprognosen in den Medien von damals haben sich heute durchgesetzt.

Was sagen NOAA, ECMWF und DWD?

NOAA setzt jetzt auf einen normalen Dezember, nicht zu, kalt, aber eben auch nicht mehr zu warm. Lediglich der Januar soll noch rund 1 bis 2 Grad wärmer ausfallen. Der Februar soll wiederum normal temperiert ausfallen. Das europäische Wettermodell setzt ebenfalls auf normale Wintermonate. Dezember 2022 bis Februar 2023 sollen ebenfalls nicht wärmer oder kälter als üblich ausfallen. Beim Deutschen Wetterdienst setzt man auf einen leicht zu warmen Winter 2022/23.

In Sachen Niederschläge sehen alle Wettermodelle keine großen Summen. Ein zu nasser Winter ist somit weniger wahrscheinlich als ein zu trockener Winter. Es bleibt natürlich offen, wie genau am Ende die Abweichungen ausfallen werden, allerdings ist ein rekordwarmer Winter aktuell nicht mehr sehr wahrscheinlich.