"Sowas erlebt man selten" Diese Wetterlage überrascht sogar Experten: Extremer Wetterwechsel von Sturm zu Sommerhitze!

Stürmischer Wochenstart, dann Hochsommer-Feeling: Das Wetter fährt Achterbahn und sorgt für extreme Gegensätze zwischen Nordsee und Oberrhein.

Der Start in diese Woche erinnert eher an tiefen Herbst als an Spätsommer. Kräftiger Südwestwind, verbreitet stürmische Böen und an der Nordsee sogar orkanartige Böen setzen am Montag und Dienstag vielen Regionen zu. Tiefdruckgebiete rauschen direkt vom Atlantik herein und bringen Schauer, Gewitter und ergiebigen Regen.

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Besonders im Norden und Nordwesten wird es ungemütlich, während südlich der Donau zwischendurch auch freundliche Phasen möglich sind. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 18 und 24 Grad, im Süden auch mal etwas darüber.

Jetstream bestimmt die Wetterlage

Der Grund für dieses Hin und Her liegt hoch oben in der Atmosphäre. Der Jetstream, ein Starkwindband in rund zehn Kilometern Höhe, liegt zunächst direkt über Deutschland. Damit öffnet er den Weg für atlantische Tiefs, die das Land mit Wind, Regen und kühler Luft versorgen. Doch schon ab Donnerstag beginnt sich das Muster zu ändern: Der Jetstream wölbt sich nach Norden auf, und damit entsteht eine Delle, die unser Wetter völlig umkrempelt.

Krasse Wetterlage am Montag: Der Jetstream liegt genau über Deutschland und sorgt für Vollherbstwetter. Doch das ändert sich bald.
Krasse Wetterlage am Montag: Der Jetstream liegt genau über Deutschland und sorgt für Vollherbstwetter. Doch das ändert sich bald.

Sommerluft füllt die Jetstream-Delle

In dieser Delle kann sich warme Luft aus Südwesteuropa ungehindert nach Deutschland schieben. In rund 1500 Metern Höhe werden plötzlich bis zu 20 Grad erreicht. Würden solche Werte im Juli oder August auftreten, wären am Boden 35 bis 38 Grad möglich. Ende September reicht die Sonneneinstrahlung zwar nicht mehr für solche Extremwerte, doch 25 bis 31 Grad sind absolut realistisch. Vor allem im Süden und Südwesten wird es damit noch einmal richtig sommerlich.

Extreme Gegensätze im ganzen Land

Während im Norden noch öfter Schauer und Wolkenfelder durchziehen und die Temperaturen meist bei 15 bis 20 Grad verharren, dürfen sich andere Regionen auf strahlenden Sonnenschein und Sommerfeeling freuen. Wer in der Mitte oder im Süden lebt, kann den Grill noch einmal anwerfen oder die Badeseen genießen. Dass solch ein Kontrast zwischen herbstlichem Sturm und sommerlicher Hitze innerhalb weniger Tage entsteht, macht die Woche besonders bemerkenswert.

Ganz andere Wetterlage am Donnerstag: Der Jetstream wölbt sich nach Norden auf und macht damit den Weg frei für sehr warme Luftmassen aus Südwesteuropa.
Ganz andere Wetterlage am Donnerstag: Der Jetstream wölbt sich nach Norden auf und macht damit den Weg frei für sehr warme Luftmassen aus Südwesteuropa.

Seltenes Wetterphänomen im September

Spätsommerliche Hitzephasen sind im September zwar möglich, aber in dieser Intensität eher selten. Entscheidend ist diesmal die Aufwölbung des Jetstreams, die den Weg frei macht für die Warmluft aus Südwesten. Meteorologen sehen darin ein Paradebeispiel, wie kleine Verschiebungen in der Atmosphäre große Auswirkungen haben können. Für uns bedeutet es eine Achterbahnfahrt der Temperaturen – von windigem Herbstbeginn bis zum fast hochsommerlichen Wochenende mit Spitzenwerten um die 30 Grad.