Sommerhitze, Eisregen, Schnee – der April 2026 dreht völlig durch. Was jetzt noch kommt

Kaum war der erste Sommertag des Jahres vorbei, kam der Absturz. Das Aprilwetter 2026 macht seinem Ruf alle Ehre – und ist noch lange nicht fertig.
Wer das erlebt hat, traut seinen Augen kaum. Noch am Ostersonntag, dem 5. April, lagen die Leute in Regensburg mit 25,2 Grad in der Sonne – erster Sommertag des Jahres, Freibäder auf, Biergärten voll. Vier Tage später zog der nächste Pullover aus dem Schrank. Das Islandtief „Saskia" schob sich über Deutschland, im Schlepptau Regen, Wind und Nachtfrost.
Im Osten bildete sich Reif auf den Autodächern, in den Alpen sank die Schneefallgrenze wieder unter 1.000 Meter. Wer im April auf Sommer hofft, kennt dieses Spiel – und hat trotzdem jedes Mal gehofft, dass es diesmal anders läuft. Ist es nicht.
Was heute los ist – und warum der Himmel gelb wirkt
Heute, Sonntag der 12. April, sieht es draußen ziemlich trist aus. Ein Störimpuls hängt über Deutschland fest und will einfach nicht weiterziehen. Dichte Wolken, gelegentlicher Regen, dazu Temperaturen zwischen 10 und 16 Grad – je nachdem, wo man gerade steckt. Im Westen und Norden trifft es die Leute am härtesten, dort kann es bei längerem Regen auf unter 8 Grad abkühlen.
Was viele gerade wundern dürfte: Der Himmel hat diesen seltsamen gelblich-trüben Schimmer. Dahinter steckt Saharastaub, der in großen Höhen aus Nordafrika herübergeweht wurde. Wer sein Auto draußen stehen hat, findet morgen früh wahrscheinlich einen rötlich-braunen Film auf der Motorhaube.
Ab Mitte der Woche wird's besser – versprochen
Mittwoch ist die Wende. Der Störimpuls schwächt sich ab, von Westen schiebt sich Hochdruckeinfluss ran und damit auch wieder die Sonne. Für die zweite Wochenhälfte sagen beide großen Modelle – ECMWF und GFS – überdurchschnittlich milde Temperaturen voraus.

Also raus mit den 16 bis 22 Grad, rein mit dem Frühlingsgefühl. Und das Schöne: Diese ruhige Phase soll laut Prognose auch die Woche danach anhalten. Wer also ein Grillfest für das Wochenende vom 19./20. April plant, sollte gute Karten haben.
Der stille Alarm: Deutschland verdurstet im April
Über das Regenthema redet gerade kaum jemand – dabei sollte man. Der April 2026 ist dramatisch trocken. Gerade einmal 7 Prozent des üblichen Monatsniederschlags sind bisher gefallen. Sieben Prozent.
Vor allem der Osten und die Mitte Deutschlands leiden darunter, die Böden sind schon seit Wochen zu trocken. Der kurze Regenschauer dieser Woche ändert daran wenig. Für Landwirte und Förster wird das langsam zum ernsthaften Problem – denn was im Frühjahr nicht fällt, fehlt den ganzen Sommer.
Ende April: Nochmal kalt?
Wer jetzt aufatmet, dem sei gesagt: Der April ist noch nicht fertig. Einige Wettermodelle zeigen, dass sich Ende April ein Ausläufer des Polarwirbels von Island nach Süden vorarbeiten könnte – direkt Richtung Mitteleuropa. Das würde bedeuten: nochmal Temperaturen um 6 bis 12 Grad, nochmal sinkende Schneefallgrenze, nochmal Jacke raus.
Ob das wirklich passiert, ist noch offen. Aber wer Ende April die Winterjacke schon weggeräumt hat, packt sie vielleicht lieber noch mal obendrauf. Mit dem April ist es wie immer – man weiß nie, was er noch aus dem Ärmel schüttelt.
Verpassen Sie nicht die neuesten Nachrichten von Meteored und genießen Sie alle unsere Inhalte auf Google Discover völlig KOSTENLOS
+ Folgen Sie Meteored