„So einen 1. Mai gab's lange nicht!" – Wetterforscher Habermehl kündigt Hammer-Wochenende an, dann kracht's

Hochsommer-Wahnsinn pünktlich zum Tag der Arbeit! Sonne satt, bis zu 27 Grad, kein Tropfen Regen, drei Tage Bilderbuchwetter am Stück. Doch dann jagt eine knallharte Front durchs Land.

Da steht es schwarz auf weiß auf den Wetterkarten: Anfang Mai baut sich über Mitteleuropa eine lupenreine Omegawetterlage auf. Das Hoch parkt sich wie ein Bollwerk zwischen den Britischen Inseln, Skandinavien und dem westlichen Russland ein – stabil wie ein Granitblock.

Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem neuen WhatsApp-Kanal beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.

Tiefdruckgebiete werden konsequent abgeblockt, der Wind schläft ein, die Sonne hat freie Bahn. Genau diese Konstellation zaubert im Frühjahr echte Sommertage. Und sie kommt ausgerechnet pünktlich zum verlängerten Wochenende. Was wir da bekommen, ist ein Wetter-Geschenk der Extraklasse – und es hat sich genau so angekündigt.

27 Grad zum Tag der Arbeit – der Westen schmilzt

Schon am Donnerstag, dem 30. April, klettert das Thermometer auf 22 bis 25 Grad. Doch der eigentliche Hammer kommt am 1. Mai. Bei strahlendem Sonnenschein und kaum einer Wolke knacken wir verbreitet die 25-Grad-Marke. Am Oberrhein, im Rhein-Main-Gebiet, im Saarland und entlang der Mosel werden sogar 26 bis 27 Grad fällig.


Das sind glatte acht Grad über dem Klimamittel für Anfang Mai. Pfingsten kann sich warm anziehen – der Sommer kommt dieses Jahr deutlich früher als geplant.

Auch der Samstag wird Bilderbuch

Und am Samstag? Geht es genauso weiter, der Hochsommer-Express rollt einfach durch. Erneut viel Sonne, kaum ein Lüftchen, dazu Werte zwischen 23 und 26 Grad. Einzig am Alpenrand werkeln am Nachmittag erste Quellwolken vor sich hin – dort knabbert ein winziger Tiefausläufer am Hoch herum.

Das erste Maiwochenende wird deutlich "zu warm" für die aktuelle Jahreszeit.
Das erste Maiwochenende wird deutlich "zu warm" für die aktuelle Jahreszeit.


Trocken bleibt es aber überall zwischen Nordsee und Bodensee. Biergartenwetter pur, Eisdielen-Hochbetrieb, Schwimmbäder voll. Wer jetzt nicht ins Freie kommt, dem ist meteorologisch nicht mehr zu helfen.

Sonntag: Der Knall kommt von Westen

Doch dann, irgendwann am späten Sonntagnachmittag, ist Schluss mit lustig. Von Frankreich her schiebt sich eine knackige Kaltfront in unsere warmgekochte Luftmasse. Und das ist meteorologischer Zündstoff der übelsten Sorte: hochreichende Gewitter, großer Hagel, schwere Sturmböen, sintflutartiger Starkregen. Besonders die Westhälfte und Mitte Deutschlands müssen am Sonntagabend mit krachenden Unwettern rechnen. Vom Saarland bis ins Münsterland und vom Schwarzwald bis ins Sauerland kann es richtig zur Sache gehen. Wer am Sonntag draußen unterwegs ist: Wetterwarnungen unbedingt ernst nehmen!

Temperatursturz mit Wucht

Nach dem Gewitter-Spektakel folgt prompt die kalte Dusche. Die Temperaturen rasseln um sieben bis zehn Grad in den Keller. Aus 27 werden ratzfatz 17, im Norden teils nur noch 14 Grad. Dazu mischt sich ein böiger Westwind und immer wieder Schauer. Klassisches Aprilwetter – nur eben im Mai. Der Frühling zeigt sich von seiner launischsten Seite.

Und danach? Achtung, Eisheilige!

Die neue Woche bleibt zunächst zerzaust und ungemütlich. Erst zur Wochenmitte beruhigt sich die Lage allmählich. Dann lauern aber schon die Eisheiligen ab dem 11. Mai um die Ecke und könnten Spätfröste obendrauf liefern. Ob sie wirklich zuschlagen, entscheidet sich in den kommenden Modellläufen. Eines steht aber jetzt schon fest: Den 1. Mai müssen Sie einrahmen lassen. Solche Tage bekommt man im deutschen Frühjahr nicht geschenkt.

Verpassen Sie nicht die neuesten Nachrichten von Meteored und genießen Sie alle unsere Inhalte auf Google Discover völlig KOSTENLOS

+ Folgen Sie Meteored