Satte Hitzewelle Ende September in Deutschland? Heute entscheidet sich die 30-Grad-Serie! Ein irres September-Finale
Deutschland erlebt ein irres September-Finale: Nach zweimal mehr als 30 Grad könnte heute der dritte heiße Tag folgen. Dazu gibt es regional bis zu elf Stunden Sonne – Herbst sieht anders aus.

Deutschland jagt den dritten 30-Grad-Tag: Der September liefert auf den letzten Metern noch einmal Temperaturen, die zum Hochsommer passen. Am Sonntag wurden in Deutschland maximal 31,6 Grad gemessen, am Montag waren es 30,8 Grad. Heute könnte nun tatsächlich der dritte Tag in Folge folgen, an dem im Land die 30-Grad-Marke fällt.
Ganz entschieden ist das Rennen allerdings noch nicht. Die höchsten Temperaturen werden erneut im Westen und Südwesten erwartet. Dort sind örtlich Werte um 30 Grad drin. In vielen anderen Regionen reicht es für 23 bis 29 Grad.
Knackt heute nur eine Wetterstation die 30-Grad-Marke, ist der September-Hitze-Hattrick perfekt: drei heiße Tage in Folge – unmittelbar vor dem Oktober!
Bis zu elf Stunden Sonne heizen kräftig ein
Auch beim Sonnenschein fährt der September noch einmal groß auf. Besonders im Süden und Osten sind regional zehn bis elf Sonnenstunden möglich. Über weiten Teilen der Mitte gibt es ebenfalls lange sonnige Abschnitte.
Weniger großzügig zeigt sich die Sonne im Norden und Nordwesten. Dort ziehen zeitweise dichtere Wolkenfelder vorbei. Trotzdem bleibt es überwiegend trocken und auch dort für Ende September ausgesprochen mild.
Die Kombination aus viel Sonne und sehr warmer Luft macht diesen Dienstag so außergewöhnlich. Während die Nächte bereits deutlich länger werden, erinnert der Nachmittag vielerorts noch einmal an einen hochsommerlichen Tag.
In 1.500 Metern steckt enorme Wärme
Der Sonnenschein allein erklärt die hohen Temperaturen allerdings nicht. Entscheidend ist die Luftmasse über Deutschland. In rund 1.500 Metern Höhe, auf der sogenannten 850-hPa-Fläche, liegen ungewöhnlich hohe Temperaturen.
Die 16-Grad-Isotherme reicht weit nach Norden und erfasst große Teile Deutschlands. Und diese Zahl hat es in sich: Selbst in rund 1.500 Metern Höhe ist die Luft noch etwa 16 Grad warm! Bei viel Sonne kann eine solche Luftmasse am Boden 26 bis über 30 Grad bringen. Ende September verhindert nur die schwächere Sonne noch höhere Werte. Im Hochsommer wäre bei dieser Höhenwärme deutlich mehr drin.
Noch beeindruckender wird das im Vergleich zum üblichen Temperaturniveau dieser Jahreszeit: In der Höhe liegen die Werte über Deutschland verbreitet deutlich mit bis zu 9 Grad über dem langjährigen Mittel, regional fällt die Abweichung mit über 12 Grad besonders kräftig aus.
Dass es am Boden trotzdem nicht deutlich über 30 Grad hinausgeht, liegt vor allem am Kalender. Ende September steht die Sonne wesentlich niedriger als im Juli oder August. Die Tage sind kürzer, die Nächte länger – das begrenzt trotz warmer Höhenluft die maximale Erwärmung.

Der Wetterwechsel steht schon vor der Tür
Am Mittwoch hält sich die Wärme noch einmal. Vor allem im Westen und Südwesten sind bis zu 28 oder 29 Grad möglich. Gleichzeitig tauchen dort zunehmend Wolken auf.
In der Nacht zum Donnerstag erreicht schließlich eine Wetterfront den Westen. Regen breitet sich aus, später sind auch kräftigere Schauer und einzelne Gewitter möglich. Gleichzeitig wird die ungewöhnlich warme Luft langsam verdrängt.
Doch heute richtet sich der Blick zunächst auf das Thermometer: Fällt irgendwo erneut die 30,0-Grad-Marke, wäre es der dritte heiße Tag in Folge – ein bemerkenswertes Finale für diesen September.