Kein Winter in Sicht: Mildes Schmuddelwetter für NRW - Meteorologe Köss: "Nächste Woche bis zu 15°C möglich"

Von dem in einigen Medien angekündigten Jahrhundertwinter gibt es keine Spur, ganz im Gegenteil deutet sich immer milderes Schmuddelwetter für Nordrhein-Westfalen an. In der kommenden Woche könnten die Temperaturen auf bis zu 15 Grad steigen.

Mildes Schmuddelwetter mit zeitweiligen Regen bestimmt das Wetter in NRW in den kommenden Tagen
Mildes Schmuddelwetter mit zeitweiligen Regen bestimmt das Wetter in NRW in den kommenden Tagen

Während es im Südosten Deutschlands zumindest von den Temperaturen oft noch winterlich ist, herrscht in Nordrhein-Westfalen schon seit einiger Zeit trübes und zum Teil auch regnerisches Wetter vor. Dazu ist es verhältnismäßig mild, Nachtfröste sind meist nur im höheren Bergland ein Thema.

Schnee ist selbst in den höchsten Lagen kaum noch zu finden, die Wetterstation auf dem Kahlen Asten (841m) im Hochsauerland meldet 0 cm, wenn auch noch vereinzelte Schneereste vorhanden sind. Trotzdem laufen dank Kunstschnee schon einige Skilifte in und rund um Winterberg.

Bis zu 15 Grad in der nächsten Woche

Selbst dem Kunstschnee dürfte es in den kommenden Tagen aber zunehmend an den Kragen gehen, denn es wird noch deutlich milder werden als es aktuell schon ist. Schon am Sonntag klettern die Temperaturen in einigen Regionen bis auf 13 Grad, zu Wochenbeginn sind dann sogar 15 Grad möglich. Mit Winterwetter hat das alles so gar nichts zu tun!

Sogar auf den höchsten Erhebungen des Landes wird es ab Sonntag keinen Nachtfrost mehr geben und die Temperaturen knabbern auch hier an der 10 Grad-Marke. Dazu fällt in ganz NRW immer wieder mal Regen, dazwischen kann es auch mal für längere Zeit trocken bleiben. Die Sonne gibt es aber insgesamt nur sehr selten zu sehen.

Auf den Weihnachtsmärkten wird bei diesen Temperaturen nur wenig Winterstimmung beim heißen Glühwein oder Punch aufkommen. Der von einigen Medien angekündigte Jahrhundertwinter muss also weiter warten, ein Kälteeinbruch mit Schnee und Eis ist weit und breit nicht in Sicht! Seriös oder gar wissenschaftlich war und ist das mit dem angeblich bevorstehenden Jahrhundertwinter nie gewesen, der Autor dieses Artikels hatte schon früh im Herbst in einem Bericht darauf hingewiesen.

Jetzt aber zum Wetter in NRW für die nächsten Tage: Am Freitag ist es meist stark bewölkt, aber überwiegend trocken. Am Nachmittag sind im Westen des Landes auch größere Auflockerungen möglich, dazu ist es mild bei 5 bis 8 Grad, im höheren Bergland um 3 Grad. Am Samstag ist es stark bewölkt bis bedeckt und regnerisch, im Hochsauerland und im Siegerland kann vormittags auch noch Schnee fallen. Nach Frühwerten von 6 Grad am Rhein und 0 Grad im höheren Bergland steigen die Werte am Nachmittag auf milde 5 Grad in den Bergen und bis 11 Grad an Rhein und Ruhr.

Kein Winterwetter in Sicht

Der Sonntag verläuft ebenfalls oft stark bewölkt und im Nachmittagsverlauf setzt von Westen Regen ein, der zur Nacht auch den Osten von NRW erreicht. Davor wird es tagsüber sehr mild mit 10 bis 13 Grad und selbst auf dem Kahlen Asten gibt es +7 Grad. Nachtfrost ist dabei nirgendwo ein Thema, denn auch die Nächte verbleiben sehr mild.

In der neuen Woche wird es dann noch milder werden und am Montag, Dienstag und Mittwoch steigen die Werte auf fast schon vorfrühlingshafte 15 oder vielleicht sogar 16 Grad im Flachland. Auch die Nächte bleiben außergewöhnlich mild, denn die Temperaturen sinken in den Niederungen nicht unter 10 Grad. Auch im Bergland ist der Winter bei Werten von 12 Grad am Tag und 7 Grad in der Nacht weit entfernt. Dazu ist es aber leicht wechselhaft und gelegentlich kann es auch etwas regnen, für Details ist es hier aber noch zu früh. Ein Kälte- oder Wintereinbruch ist bis auf Weiteres nicht zu erkennen!