"Bitte anschnallen": Hitzewelle "open end" für Baden-Württemberg - Fast 40 Grad möglich, Schwüle und Unwetter

Baden-Württemberg droht eine markante Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad, lauen Tropennächten und unerträglicher Schwüle. In dieser explosiven Luftmasse sind auch schwere Gewitter mit Unwettergefahr zu erwarten. Ein Ende der Hitze ist nicht absehbar.

Eine markante Hitzewelle wird in Baden-Württemberg für unerträgliche Schwüle sorgen
Eine markante Hitzewelle wird in Baden-Württemberg für unerträgliche Schwüle sorgen

Wer nicht gerade auf große Hitze steht, für den brechen jetzt harte Zeiten an. Es wird zwar, bis auf die unmittelbaren Küsten von Nord- und Ostsee, in weiten Teilen Deutschlands sehr heiß werden, aber der Hotspot der bevorstehenden Hitzewelle ist mal wieder im Südwesten des Landes zu finden.

Das gilt sowohl bezüglich der Intensität als auch für die Dauer der Hitzewelle, in Baden-Württemberg sind natürlich die klassischen Wärme-Hotspots am Oberrhein, rund um den Kaiserstuhl und im Kraichgau am meisten betroffen. Hier können die Temperaturen deutlich über die 35 Grad-Marke steigen und selbst Werte nahe der 40 Grad sind nicht ausgeschlossen.

Backofen Frankreich

Schon seit einigen Tagen sind weite Teile Frankreichs von großer Hitze betroffen. Hier wird sich die Hitze mit Temperaturen von teilweise über 40 Grad noch weiter steigern und auf dem Weg in Richtung Deutschland machen. Durch die Nähe zu Frankreich liegt Baden-Württemberg im direkten Einflussbereich der "Backofen-Hitze" über dem Nachbarland.

Die Nacht zum Dienstag (16.06.) eignete sich in weiten Teilen des Landes nochmals zum Durchlüften: In Messstetten (900m) auf der Schwäbischen Alb sank das Thermometer auf frische 5,6°C, allerdings liegt die Station auch in einem nicht bewohnten und bekanntem Kälteloch. Aber auch sonst sanken die Werte um 10 Grad, wärmer blieb es nur am Bodensee und am Oberrhein, in Freiburg im Breisgau sank das Thermometer nicht unter 17 Grad (17,2°C).

Von solchen angenehmen Nächten müssen wir uns nun aber verabschieden, denn mit dem Wetterwechsel kommt nicht nur die große Hitze am Tag, auch die Nächte werden sehr lau werden. Das bedeutet, es wird nicht die gut aushaltbare trockene Hitze werden, wo sich die Luft nachts gut auskühlen kann. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wird es teilweise unerträglich schwül werden mit verbreiteten Tropennächten, in denen die Werte nicht unter die 20 Grad-Marke sinken.

In der schwül-heißen und teilweise "explosiven" Luftmasse sind dann auch schwere Gewitter und Unwetter möglich, mit dem Potential für Starkregen, Großhagel und Sturm. Für Details ist es diesbezüglich natürlich noch zu früh. Doch der Reihe nach: Am Mittwoch gibt es in Baden-Württemberg einen freundlichen Sonne-Wolken-Mix mit einer nur geringen Gewittergefahr. Dazu steigen die Temperaturen schon auf hochsommerliche 26 Grad im Schwarzwald und bis zu 32 Grad am südlichen Oberrhein.

Hitzegewitter mit Unwettergefahr

Der Donnerstag wird dann sehr sonnig und sehr heiß bei Höchstwerten von 30 Grad im Allgäu und Hochschwarzwald und 35 Grad am Oberrhein. Im Schwarzwald und auf der Alb ist ein vereinzeltes Hitzegewitter nicht ganz ausgeschlossen. In den Nächten kühlt die Luft in den größeren Städten kaum noch unter 20 Grad ab, in höheren Tälern bis 13 Grad.

Der Freitag wird zunächst verbreitet sonnig und extrem heiß bei schwülen 30 Grad im Allgäu und unerträglichen 37 oder 38 Grad am Oberrhein. In der 2. Tageshälfte sind dann ausgehend vom Bergland teils heftige Gewitter mit Unwettergefahr möglich. Auch am Wochenende und zu Beginn der nächsten Woche setzt sich die markante Hitzewelle mit Temperaturen um oder über 35 Grad fort, mit dem Potential für schwere Hitzegewitter jeweils an den Nachmittagen. Die Nächte bleiben tropisch lau und die Hitzebelastung wird weiter steigen.