Hitze-Wahnsinn ohne Ende- Wetterforscher: „So brutal war es noch nie" – jetzt drohen über 40 Grad

Die Hitzewelle nimmt kein Ende. Im Südwesten ächzen Menschen, Tiere und Felder seit Tagen. Zum Monatswechsel drohen über 40 Grad. Experten von METEORED warnen vor der heftigsten Hitze seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Deutschland kommt aus dem Schwitzen nicht mehr heraus. Vor allem im Südwesten liegt seit Tagen eine glühend heiße Luftmasse über dem Land, und ein Ende ist nicht in Sicht. Tag für Tag klettern die Temperaturen über die 35-Grad-Marke, in den heißesten Ecken werden Werte um 40 Grad erreicht.

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Was im ersten Moment nach Freibadwetter klingt, wird für viele Menschen zur echten Belastung. Denn diese Hitzewelle hat eine Wucht, die selbst gestandene Meteorologen aufhorchen lässt.

Warum diese Hitze so früh im Jahr besonders gefährlich ist

Das Tückische ist der Zeitpunkt. Schon Ende Juni mit derart extremen Temperaturen konfrontiert zu werden, trifft Körper und Natur völlig unvorbereitet. Im Hochsommer hat sich der Organismus über Wochen an die Wärme gewöhnt, doch so früh im Jahr fehlt diese Anpassung noch fast vollständig.

Hitzewelle und kein Ende? Den Süden und Westen könnte die aktuelle Extremwetterlage noch länger beschäftigen.
Hitzewelle und kein Ende? Den Süden und Westen könnte die aktuelle Extremwetterlage noch länger beschäftigen.

Hinzu kommt, dass die Hitze kaum Pausen lässt. Selbst nachts kühlt es vielerorts nur auf schwülwarme Werte ab. Diese sogenannten Tropennächte sind besonders heimtückisch, weil dem Körper die nötige Erholung fehlt.

Was die Dauerhitze mit dem menschlichen Körper macht

Für den Kreislauf ist die Dauerbelastung Schwerstarbeit. Der Körper läuft auf Hochtouren, um sich herunterzukühlen, der Blutdruck sackt ab, das Herz muss mehr leisten. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke geraten schnell an ihre Grenzen.

Die nächsten Tage bleibt es in Deutschland und weiten Teilen Europas für die Jahreszeit viel zu warm bzw. heiß.
Die nächsten Tage bleibt es in Deutschland und weiten Teilen Europas für die Jahreszeit viel zu warm bzw. heiß.

Ärzte berichten in solchen Phasen regelmäßig von deutlich mehr Notfällen. Wer zu wenig trinkt, riskiert Kreislaufkollaps, Hitzschlag oder Schlimmeres. Schatten, Wasser und kühle Räume sind in diesen Tagen keine Spielerei, sondern überlebenswichtig.

Natur und Tierwelt geraten massiv unter Druck

Auch die Natur leidet sichtbar. Die Böden trocknen aus, Bäche und kleine Flüsse führen immer weniger Wasser, und in den Wäldern steigt die Waldbrandgefahr rasant an. Ein einziger Funke kann jetzt genügen, um eine Katastrophe auszulösen.

Den Tieren geht es nicht anders. Rehe, Vögel und Insekten suchen verzweifelt nach Wasserstellen, viele Gewässer heizen sich gefährlich auf. Fischsterben und vertrocknete Wiesen sind die traurige Begleiterscheinung solcher Extremphasen.

Die Landwirtschaft kämpft mit der Trockenheit

Für die Bauern wird die Lage von Tag zu Tag angespannter. Ohne Regen vertrocknen die Felder, das Getreide reift viel zu schnell, und auf den Wiesen wächst kaum noch Gras nach. Viele Landwirte müssen jetzt zusätzlich bewässern, was Zeit und Geld kostet.

Bleibt der Niederschlag weiter aus, drohen spürbare Ernteausfälle. Gerade nach mehreren trockenen Jahren in Folge sitzt die Sorge bei vielen Betrieben tief, denn die Wasserreserven im Boden sind längst aufgebraucht.

Und es könnte noch schlimmer kommen

Wer jetzt auf rasche Abkühlung hofft, den müssen wir leider enttäuschen. Die Berechnungen deuten zum Monatswechsel sogar auf eine erneute Steigerung hin. Schon am kommenden Freitag könnten in weiten Teilen Deutschlands wieder mehr als 40 Grad auf den Thermometern stehen.

Sollte sich dieses Szenario bestätigen, wäre es die brutalste Hitzewelle, die Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen je erlebt hat. Noch ist das reine Zukunftsmusik und längst nicht in Stein gemeißelt. Hoffen wir also das Beste, dass es am Ende doch glimpflicher ausgeht.