Hitze-Hammer ohne Ende: Südwesten glüht weiter, unsere Nachbarn melden brutale 44 Grad

Die Spitzen sind leicht gekappt – doch im Südwesten reißt die Hitzewelle nicht ab. Nächste Woche bleibt es heiß, während beim Nachbarn Frankreich lebensgefährliche Werte drohen.

Es bleibt heiß, sehr heiß – und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Zwar haben die jüngsten Berechnungen die absoluten Hitzespitzen ein wenig zurückgenommen: Statt der zwischenzeitlich befürchteten 40 oder gar 41 Grad zeigen die Karten jetzt „nur noch" Höchstwerte um 37, örtlich 38 Grad. Klingt entwarnend, ist es aber nicht. Denn dafür zieht sich die Glut deutlich in die Länge.

Gerade im Südwesten kommt die ersehnte Abkühlung schlicht nicht an. Immer wieder pumpt sich heiße Luft aus Frankreich zu uns herein – und genau das hält den Backofen am Laufen.

Heute schon kräftig aufgeheizt

Schon der heutige Tag macht den Auftakt. Im Südwesten scheint die Sonne von einem überwiegend wolkenlosen Himmel, es bleibt trocken und staubig-warm. Weiter nördlich mischen sich Wolken und gebietsweise schauerartiger Regen unter, im Nordwesten zeigt sich die Sonne kaum. Rund um die Alpen und im Bayerischen Wald sind am Nachmittag örtlich kräftige Gewitter drin.

Was für eine Wetterlage: Mit der Hitze kommen auch noch schwere Gewitter herangezogen!
Was für eine Wetterlage: Mit der Hitze kommen auch noch schwere Gewitter herangezogen!

Die Höchstwerte spreizen sich enorm: Im kühlen Norden nur 18 bis 24 Grad, sonst angenehme bis schwüle 25 bis 31 Grad – und am Oberrhein klettert das Thermometer schon heute auf bis zu 33, örtlich 34 Grad. In der Nacht kühlt es im Süden auf milde 18 bis 12 Grad ab.

Donnerstag und Freitag: Die Hitze legt nach

Am Donnerstag dreht die Wärme weiter auf. Von Nordost nach Südwest werden 27 bis 38 Grad erreicht, nur an den Küsten bleibt es spürbar frischer. Abends sind im äußersten Westen lokal kräftige Gewitter möglich. In den Nächten kommen besonders die Großstädte West- und Südwestdeutschlands nicht mehr unter 20 Grad herunter – eine echte Tropennacht mit schlechtem Schlaf.

Am Freitag wird es dann brisant: Im Westen und Nordwesten brodeln nachmittags kräftige Schauer und Gewitter hoch, örtlich mit Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel. Südlich und östlich davon bleibt es schwülheiß bei 31 bis 37, im Südwesten bis zu 39, lokal sogar 40 Grad.

Wochenende: Tropenglut bis zu 39 Grad

Auch am Wochenende kein Durchatmen. Samstag und Sonntag bringen schwülheiße 31 bis 38, vereinzelt sogar bis 39 Grad – dazu wabern mächtige Quellwolken heran, aus denen sich örtlich unwetterartige Gewitter mit heftigem Starkregen entladen können. Nur an den Küsten bleibt es bei auflandigem Wind erträglicher.

Was für eine Hitzewelle - in weiten Teilen Europas wird es sehr warm.
Was für eine Hitzewelle - in weiten Teilen Europas wird es sehr warm.

Und der Montag setzt sogar noch einen drauf: Erneut 34 bis lokal 39 Grad in der Südhälfte. Wer kann, sollte die Mittagshitze meiden, viel trinken und die Wohnung morgens gut durchlüften.

Frankreich glüht: „Lebensgefährlich"

Während Deutschland schwitzt, wird es beim Nachbarn richtig dramatisch. In Frankreich breitet sich extreme Hitze flächendeckend aus – verbreitet 40 Grad und mehr, in der Südhälfte und im Rhônetal sogar bis 43, örtlich 44 Grad. Das ist nicht mehr nur unangenehm, das ist brutal und lebensgefährlich, vor allem für ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke.

Von dort schiebt sich die Glut immer wieder nordwärts zu uns – der Hauptgrund, warum der deutsche Südwesten einfach nicht zur Ruhe kommt.

Wann kommt endlich die Abkühlung

Die gute Nachricht zum Schluss: Ab Dienstag deutet sich Bewegung an. Eine Kaltfront greift wechselhafter und merklich kühler über – mit einzelnen Schauern und Gewittern vor allem im Osten. Die Höchstwerte rutschen dann auf 22 Grad an der Nordsee bis rund 35 Grad im Süden.

Doch Vorsicht: Gerade der Südwesten hängt erfahrungsgemäß am längsten in der Wärme fest. RLP, Hessen, das Saarland, Baden-Württemberg und auch Bayern bleiben auch in der neuen Woche oft bei 30 Grad und mehr. Die große Erfrischung lässt also weiter auf sich warten.