Erst kurzer Absturz, dann Sonne satt: „Der Altweibersommer kommt" – Anfang Oktober träumen manche sogar von 30 Grad

Die ganz große Hitze verabschiedet sich mit einem kurzen Knick – doch danach lockt goldenes Spätsommerwetter. Der Altweibersommer wird immer wahrscheinlicher, und die Sonne kehrt zurück.
Der Sommer 2026 will einfach nicht loslassen – doch jetzt naht die entscheidende Wende. Am Dienstag dreht der Südosten Deutschlands noch einmal richtig auf: Bis zu 33 Grad sind möglich, während sich im Nordwesten von der Eifel bis zur Nordsee bereits dichte Wolken und ab dem Nachmittag häufiger Regen breitmachen.
Man spürt es also schon: Die ganz große Hitze steht auf der Kippe. Von Südwesten her schiebt sich langsam kühlere Luft heran – und die sorgt in den nächsten Tagen für einen kurzen, aber knackigen Temperatursturz.
Kurzer Absturz zur Wochenmitte
In der Nacht zum Mittwoch wird es dann ungemütlich: Vom Süden her ziehen kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel durch, im Nordwesten regnet es zeitweise, an der Nordsee gibt es Schauerwetter. Die Temperaturen sacken auf 17 bis 10 Grad ab.

Am Mittwoch selbst wird es spürbar frisch: Nur noch 17 bis 22 Grad zeigt das Thermometer, an der Nordsee frischt der Wind sogar zu stürmischen Böen auf. Wer die 33 Grad vom Dienstag noch im Kopf hat, reibt sich da verwundert die Augen.
Donnerstag und Freitag: erst mal durchatmen
Nach dem Schwung nasser Luft beruhigt sich die Lage zusehends. Am Donnerstag wechseln sich Sonne und Wolken ab, einzelne Schauer sind noch möglich – längst aber nicht mehr überall. Die Höchstwerte pendeln um 17 bis 22 Grad.
Der Freitag zeigt sich bereits deutlich freundlicher: Oft startet der Tag heiter, und bis auf ein paar Tropfen an der Nordsee und am Alpenrand bleibt es weitgehend trocken. Am meisten Sonne tankt der Südwesten – hier klettern die Werte auf bis zu 23 Grad.
Am Wochenende dreht die Sonne wieder auf
Und dann kommt, worauf viele sehnsüchtig warten: Das Wochenende bringt ruhiges, freundliches Spätsommerwetter. Am Samstag löst sich der morgendliche Nebel rasch auf, danach gibt es einen angenehmen Wechsel aus Sonne und Wolken – im Süden sogar länger am Stück blauer Himmel. Bis zu 24 Grad werden erreicht.
Der Sonntag legt noch eine Schippe drauf: Abgesehen von ein paar Wolken im Norden scheint häufig die Sonne, im Süden ist es oft strahlend schön. Die Temperaturen steigen auf bis zu 25 Grad – ideal für den letzten Kaffee draußen auf der Terrasse.
Altweibersommer – das steckt wirklich dahinter
Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem vielbeschworenen Altweibersommer? Gemeint ist eine ruhige, sonnige und meist trockene Wetterphase im Frühherbst, die von einem stabilen Hochdruckgebiet gesteuert wird. Typisch sind kühle, oft neblige Morgenstunden, gefolgt von milden, goldenen Nachmittagen.

Seinen Namen verdankt er den feinen Spinnenfäden, die an solchen Tagen glitzernd durch die Luft schweben und im Morgentau wie silbernes Haar schimmern. Genau dieses ruhige, stabile Muster deutet sich für die zweite Wochenhälfte und das kommende Wochenende immer deutlicher an.
Ausblick auf Anfang Oktober: die 30-Grad-Hoffnung
Bleibt die große Frage: Sind Anfang Oktober wirklich noch einmal 30 Grad möglich? Ehrlich gesagt zeigt der aktuelle Trend eher angenehme 22 bis 26 Grad – schon zum Wochenstart geht es wieder spürbar bergauf. Ein goldener Altweibersommer mit viel Sonne ist also gut möglich, die ganz große Hitze aber vorerst nicht.
Ausgeschlossen sind Ausreißer nach oben trotzdem nie: In ausgeprägten Altweibersommer-Jahren hat es Anfang Oktober örtlich schon einmal kräftig an der 30-Grad-Marke gekratzt. Realistisch dürfen Sie sich aber vor allem auf eines freuen – jede Menge Sonnenschein, milde Nachmittage und einen richtig versöhnlichen Ausklang des Sommers. Genießen Sie es!