"Hört das denn nie auf?" - Blockade-Hoch sorgt im Rheinland für viel Sonne, Trockenheit und kalte Nächte
Hochdruckblock und kein Ende in Sicht: Immer nur kurz konnten sich in den vergangenen Wochen und Monaten Tiefdruckgebiete bei uns durchsetzen. Dieses Muster scheint sich weiter fortzusetzen und so bleibt Regen im Rheinland Mangelware.

Die meisten Menschen werden sich über diese Aussichten freuen, für die Natur und die Landwirtschaft wäre mehr Nässe von oben aber sehr willkommen. Für Meteorologinnen und Meteorologen ist es schon bemerkenswert, wie sich immer wieder ein blockierendes Hoch nördlich bzw. nordwestlich von uns aufbaut und dieses eingefahrene Muster schon seit so langer Zeit Bestand hat.
Typisch für unsere Region ist ja eigentlich die klassische Westwetterlage, wo in regelmäßigen Abständen Tiefdruckgebiete vom Atlantik mit ihren Fronten durchziehen und das Wetter unbeständig gestalten. Ein blockierendes Hoch verhindert dagegen die normalerweise von West nach Ost gerichtete Verlagerung der Tiefdruckgebieten.
Blockade-Hoch "open end"?
Diese Tiefs werden dann um das Blockade-Hoch herumgeführt, beispielsweise Richtung Süden in den Mittelmeerraum und können hier dann für große Regenmengen sorgen, so wie es im letzten Winterhalbjahr häufig vorkam. Die Erhaltungsneigung einer solchen Blockade-Konstellation ist zwar in aller Regel groß, dass sich aber, wie aktuell, immer wieder dieses Muster einstellt, ist schon sehr ungewöhnlich.
Auf der anderen Seite darf nicht vergessen werden, dass die Monate Februar und April im Rheinland zu den trockensten Monaten im Jahr gehören. In Köln zum Beispiel fallen im Schnitt im April nur 55 mm Regen (entspricht Liter pro Quadratmeter), in Juni und Juli sind es dagegen 86 bzw. 84 mm Niederschlag. Der April 2026 brachte am Flughafen Köln/Bonn bisher 28 mm und damit in etwa die Hälfte vom üblichen Monatssoll.
Nach dem #ECMWF-Modell ist aus heutiger Sicht bis in den Mai hinein oft nur mit wenig Regen zu rechnen. Nur direkt entlang der Alpen könnte etwas mehr fallen. Aber auch hier sind es keine großen Mengen.
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) April 20, 2026
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Regen ist im Rheinland aber in nächster Zeit kaum in Sicht. Ganz im Gegenteil setzt sich mit dem Hochdruckgebiet trockenes und häufig auch sonniges Wetter durch. Dabei wird es mit einer meist nördlichen Strömung besonders nachts noch empfindlich kalt. Tagsüber kann sich die trockene Luftmasse mit der schon kräftigen Aprilsonne aber schon gut erwärmen.
Am Dienstag kann es im Rheinland im Bereich einer sich auflösenden Front bei wechselnder Bewölkung ganz vereinzelt noch einen schwachen Schauer oder ein paar Tropfen geben, am ehesten Richtung Eifel. Für die allermeisten bleibt es aber ein trockener Tag und auch die Sonne kommt immer wieder zum Zuge. Die Höchsttemperaturen sind mit 13 bis 16 Grad noch eher verhalten, dazu mäßiger und kühler Wind aus Nordost.
Kein Regen in Sicht
Die Nacht zu Mittwoch verläuft meist sternenklar und so kann sich die Luft auf 4 Grad in den größeren Städten am Rhein und bis auf 0 Grad in ländlichen Regionen abkühlen. Achtung bei empfindlichen Pflanzen, denn verbreitet ist zumindest Bodenfrost möglich! Am Mittwoch tagsüber gibt es dann von früh bis spät Sonnenschein von einem tiefblauen und oft auch wolkenlosen Himmel. Die Luft erwärmt sich dadurch kräftig und so können am Nachmittag 16 bis knapp 20 Grad erreicht werden.
Die Nacht zum Donnerstag wird auch nochmal meist klar und kalt bei 5 bis 0 Grad und der Gefahr von Bodenfrost, tagsüber wird der Donnerstag weiterhin sonnig und trocken verlaufen bei 16 bis 19 Grad, vereinzelt am Rhein auch bis zu 20 Grad. Ab Freitag sind aus Norden auch mal mehr Wolken im Spiel, nennenswerter Regen ist aber bis auf Weiteres nicht in Sicht.
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