20 °C im November täuscht – Stratosphäre im Alarmzustand! Polarwirbel kollabiert. Sudden Stratospheric Warming droht uns
Am Donnerstag, den 13. November, zeigt das Thermometer in Deutschland 20 °C – ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Doch während wir diese spätsommerliche Wärme genießen, brodelt hoch über unseren Köpfen ein dramatisches Ereignis: das Sudden Stratospheric Warming (SSW).

Dieses seltene Phänomen droht, den Polarwirbel zu destabilisieren und das Winterwetter 2025/26 massiv zu verändern. Was wie ein ruhiger, milder Tag wirkt, ist nur die trügerische Ruhe vor einer atmosphärischen Explosion.
Der Polarwirbel – Wächter der Polarluft
Der Polarwirbel ist eine riesige Zirkulation aus kalter Luft über den Polarregionen, die normalerweise die kalte Polarluft einschließt und stabile Winterbedingungen in den mittleren Breiten schafft.
Ist der Wirbel stark, bleibt die Kälte am Nordpol gefangen, während Europa und Nordamerika milde Bedingungen erleben. Schwächt er sich ab, kann kalte Polarluft ungehindert in die mittleren Breiten strömen – genau das droht nun.
Normal, eskalierend, kollabierend: Wenn der Polarwirbel plötzlich stoppt
Derzeit zeigt die Stratosphäre ein noch normales Bild:
Der Polarwirbel rotiert mit stabiler Geschwindigkeit und hält die kalte Luft konzentriert. Erste Anzeichen einer Störung tauchen über Kanada auf, wo sich lokal ein Hochdruckgebiet bildet.
Dies führt zunächst zu einem leichten Anstieg der Energie im Wirbel – die Strömung wird kurzzeitig stärker.
Doch diese Phase ist nur der Vorbote:
Schon in den kommenden Wochen wird die Geschwindigkeit des Polarwirbels plötzlich abnehmen. Das frühe Sudden Stratospheric Warming erzeugt einen rapiden Rückgang der Strömung, deformiert den Wirbel und kann ihn sogar teilweise spalten.
Plötzlicher Stratosphären-Kollaps: Der Winter startet mit voller Wucht!
Ein SSW entsteht durch starke atmosphärische Wellen aus der Troposphäre, die Energie in die Stratosphäre transportieren.
Normalerweise treten solche Ereignisse in der Mitte bis Ende des Winters auf – dieses Jahr geschieht es ungewöhnlich früh, im November.
SSW schwächt Polarwirbel – Jetstream stolpert, Kälte droht nach Süden, eisiger Winter möglich
Modelle wie CanSIPS, ECMWF und GEFS prognostizieren ab Anfang Dezember Kaltluftausbrüche und Schneefälle in Nordamerika. In Europa könnten insbesondere die nördlichen und östlichen Regionen stark betroffen sein, während die aktuellen überdurchschnittlich warmen Novembertage nur trügen.
Die Stratosphäre bereitet bereits den Boden für einen eisigen Winterbeginn, der jetstreambedingt Kältewellen nach Süden lenken kann.
Warum Meteorologen Alarm schlagen
Ein geschwächter Polarwirbel stört den Jetstream und die großräumige Wetterzirkulation massiv. Frühindikatoren zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen kalten, schneereichen Start in den Winter 2025/26. Für Meteorologen ist dies ein eindeutiges Zeichen: Wer einen milden Wintereinstieg erwartet lässt sich nach den aktuellen Modell-Simulationen täuschen! Kommt es zu SSW muss Deutschland sich auf harsche Winter-Bedingungen einstellen.

Deutschland im freien Wetter-Fall Hitzewelle folgt 'Cold Wave' !
Während wir in Deutschland noch die spätsommerlichen Temperaturen genießen, eskaliert die Stratosphäre. Das Sudden Stratospheric Warming destabilisiert den Polarwirbel, öffnet die Schleusen für polare Kälte und kann einen bitterkalten Winter in Deutschland, Europa und Nordamerika auslösen.
Was aktuell wie Ruhe wirkt, ist die stille und trügerische atmosphärische Vorbereitung auf einen möglichen Winter, der mit voller Wucht hereinbrechen könnte. Frühwarnungen ernst nehmen – der Winter 2025/26 steht vor direkt der Tür.