Strände, Samba, Wasserfälle: Deshalb kommen Sie an Brasilien als Reiseziel nicht vorbei

Nirgends ist das Meer blauer, sind die von Königspalmen bestandenen Boulevards prachtvoller und leuchten Berge grüner als in Rio de Janeiro. Und es gibt noch viel mehr Gründe für eine Reise in das südamerikanische Land.

Viel schöner kann eine Stadt kaum sein: Rio de Janeiro mit der Christusfigur auf dem Corcovado. Foto: Adobe Stock
Viel schöner kann eine Stadt kaum sein: Rio de Janeiro mit der Christusfigur auf dem Corcovado. Foto: Adobe Stock

90 Kilometer weißen Sandstrands säumen Rio de Janeiro. Eine attraktivere Lage hätte man kaum erfinden können: An einer Seite der Zuckerhut, vorn das Meer, im Rücken der See Rodrigo de Freitas und die Kirchen und Kolonialgebäude der Stadt. Über allem wacht auf dem Corcovado die 38 Meter hohe Christusfigur.

Die womöglich schönste Stadt der Welt

Und als wäre das alles noch nicht attraktiv genug, gibt es hier auch noch einen einzigartigen Karneval. In der Sambaschule treiben Stimmen und Instrumente einander voran: schneller, lauter, bis nahe an akustische Schmerzgrenzen. Der brave Begriff „Sambaschule“ beschreibt nur unzureichend die Geräuschkulisse, die sich aus nüchternen Betonhallen in die Umgebung ergießt - das ganze Jahr über, denn nach dem Karneval ist vor dem Karneval.

Und obwohl die mit sechseinhalb Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt Brasiliens (nach São Paulo) alle Probleme und Herausforderungen südamerikanischer Städte kennt, klingt es glaubhaft, wenn die Menschen sagen, dass dies zwar eine grandiose Stadt sei, um darin reich zu sein.

Aber wenn man schon arm sein müsse, gebe es keinen besseren Ort dafür als diesen: wo tropischer Regenwald ins Herz der Stadt wuchert, sich hinter jeder Biegung der Blick auf ein neues Postkartenmotiv öffnet, und wo Fußball, Samba und Strände zum Leben gehören.

Farben, Palmen, Tropenstrand: Brasiliens Seele

Rio ist die schönste Stadt der Welt, bis man Salvador de Bahia erreicht. Dort folgt zumindest eine kurze Phase der Nachdenklichkeit. Denn die farbenfroh restaurierte koloniale Altstadt Pelourinho, die Palmenstrände und das tropische Klima machen die Metropole mit knapp drei Millionen Einwohnern zum echten Sehnsuchtsziel.

Vom 16. bis 18. Jahrhundert war Salvador unter portugiesischer Herrschaft die Hauptstadt Brasiliens. Weil hier die Schiffe mit aus Afrika geraubten Menschen landeten - verkauft wurden sie in Pelourinho -, ist die Kultur der Stadt von einem schweren Erbe geprägt. Ihre afrikanische DNA ist längst ihr größter Trumpf. Beweis dafür ist neben der Küche vor allem die Musik: Die Rhythmen von Samba und Forró verstummen hier nie.

Donnernde Wassermassen im Teufelsschlund

Es rauscht, rast, donnert im Teufelsschlund. So lautet treffend der Name für die Schlucht, in die sich im Grenzgebiet von Brasilien und Argentinien die Iguazú-Fälle ergießen. Aus dichtem Regenwald stürzt sich der Fluss Iguazú in 275 größeren und kleineren Wasserfällen über sechzig bis achtzig Meter in die Tiefe.

Die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle. Foto: Adobe Stock
Die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle. Foto: Adobe Stock

Die Grenzverhältnisse sind nicht ungerecht: Zwar liegen mehr Wasserfälle auf argentinischem Staatsgebiet, doch der besseren Panoramablick öffnet sich von brasilianischer Seite.

Auf beiden Seiten liegen auch die Iguazú-Nationalparks, die die UNESCO zum Weltnaturerbe zählt: Lebensraum von 250 Arten von Schmetterlingen, von Brüllaffen, Tapiren, Tukanen, Wasserschweinen und Ameisenbären, von nur noch wenigen Jaguaren und umso mehr Nasenbären.