Sie essen pflanzenbasiert und lieben entlegene Inseln? Dann ist dies im Mai Ihr perfektes Ziel
Von Wurzeln und Wellen: Ein österreichischer Sterne-Koch beweist bei einem Gastspiel im Süd-Ari-Atoll der Malediven, dass Spitzenküche und Fleischverzicht einander nicht ausschließen - im Gegenteil.

Sebastian Frank, Küchenchef und Inhaber des mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants Horváth in Berlin, ist vom 10. bis 15. Mai zu Gast im Nova Maldives auf Vakarufalhi, einer Resort-Insel im maledivischen Süd-Ari-Atoll.
Die Insel ist, wenn dort gerade kein radikal gemüseliebender Koch agiert, außer für eine beispielhafte Traumlandschaft aus Himmel, Sand und Wasser vor allem für Fisch bekannt.
Zum einen besitzt sie ein artenreiches Hausriff, das sich bei ausgedehnten Schnorcheltrips erkunden lässt. Zum anderen ist sie ein günstiger Standort für die Sichtung von Walhaien und Mantarochen, wenn man sich dabei allerdings auch ein bisschen weiter vom Strand entfernen muss.
Emanzipiertes Gemüse: F*** Kaviar
Auf dem maledivischen Programm Sebastian Franks stehen zwei Gourmetabende und ein Gemüsekochkurs. Der aus Österreich stammende Koch ist bekannt für eine „emanzipierte Gemüseküche“, die Gemüse und Früchte in den Mittelpunkt stellt - gerne ganz deutlich, wenn er etwa in seinem Berliner Restaurant als Alternative zum Rogen vom Stör den Gang „F*** Kaviar“ serviert.
Konsequent lautet das Motto seines bewusst schlicht gehaltenen Berliner Restaurants mit der offenen Küche in ebenso klaren Worten: „F*** Kaviar. Eat Veggies“. Dass er sich dabei einiges einfallen lässt, beweist auch sein Teller „Sellerie, reif und jung". Dafür arbeitet er mit einer zwölf Monate im Salzteig gereiften Sellerieknolle.
Franks Küche ist nicht hundertprozentig vegetarisch oder vegan, da er einzelne Gerichte mit tierischen Fetten anreichert oder abschmeckt - etwa mit Schweineschmalz oder Flusskrebskaramell. Ein ganzes Stück vom Tier kommt in seiner Küche allerdings bereits seit mehreren Jahren nicht mehr vor.
Einfache Produkte, ausgefeilte Techniken
Für sein Gastspiel kreierte der 1981 geborene Koch neue Menüs unter dem Motto „Wurzeln & Wellen“, in denen lokale Zutaten der Malediven mit regionalen Produkten kombiniert werden. Sein Ansatz erhebt einfache Produkte durch präzises Handwerk, kreative Techniken und Zeitaufwand zu besonderen Genusserlebnissen.
Traditionelle Küche aus Kokosnuss und Thunfisch
Sein Besuch im Süd-Mari-Atoll ist nicht ohne innere Logik entstanden, basiert doch die traditionelle maledivische Küche zu einem Großteil auf pflanzlichen Produkten, insbesondere den Erzeugnissen der Kokospalme wie Kokosmilch, Kokosöl und geraspeltem Fruchtfleisch.
Zweites zentrales Element ist der Thunfisch, der bei den Menüs des Österreichers keine Rolle spielt. Beide bilden die Basis für scharf gewürzte Fisch-Currys und duftende Fischsuppen. Auch der kulinarische Großraum Südasien, zu dem etwa die an Geschmacksexplosionen reiche Küche Sri Lankas zählt, hat den Geschmacksknospen mit exotischen Gewürzen und einer verschwenderischen Vielfalt an Früchten und Gemüse eine Menge zu bieten.
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