In Zürich gibt es eine Gesundheitsversorgung für Alle: Ein Pilotprojekt wird verlängert
Wenn wir an die Schweiz denken, kommen uns schnell großartige Bilder in den Kopf: Der Schnee, die Berge, viele hübsche und alte Gebäude, ein Spaziergang am Vierwaldstättersee in Luzern oder auch der Geschmack von Raclette-Käse.

Die Schweiz verbinden die wenigsten Menschen direkt mit Armut und Ungleichbehandlung.
Zürich ermöglicht eine Versorgung für Alle - ob mit oder ohne Ausweis
Doch gibt es besonders in großen Städten arme oder wohnungslose Menschen, die sich nicht mal das Nötigste leisten können. Die Stadt Zürich möchte seit ein paar Jahren mit einem guten Beispiel vorangehen und bietet eine kostenfreie Gesundheitsversorgung an.
Der Stadtärztliche Dienst stellt montags bis samstags eine allgemeine Versorgung sicher. Hier können Menschen ohne Pass oder Krankenversicherung in die Sprechstunde kommen.
Eine kleine Hürde gilt es dennoch zu überwinden
Die einzige Voraussetzung ist, dass sie seit 3 Monaten in der Stadt leben. Darüber hinaus gibt es weiterhin Hilfe und Unterstützung beim Schweizerischen Roten Kreuz. Die Meditrina, eine Praxis für Allgemeinmedizin bietet eine Behandlung und Abklärung gleich in mehreren Sprachen an.
Sie ist an drei Tagen der Woche geöffnet. Auch in städtischen Kliniken werden die Personen ohne Krankenkasse oder Ausweis gleichermaßen behandelt und betreut.
Es ist üblich, dass Vereine sich kümmern, jetzt macht es die Stadt selbst
In anderen Ländern der Europäischen Union gibt es oftmals Angebote von Vereinen, die keine durchgehende Sprechzeiten ermöglichen. So könnte die Stadt Zürich ein gutes Beispiel für andere Großstädte sein.

Nicht zuletzt muss beachtet werden, dass beispielsweise die Finanzlage in deutschen und österreichischen Städten ein wenig anders aussieht als in Zürich. Insgesamt hat der ganze Kanton Zürich den zweitgrößten öffentlichen Haushalt in der Schweiz.
Zürich kann es sich vielleicht einfach leisten?
Zum Vergleich hat die deutlich größere Metropole Wien einen Haushalt mit 22 Milliarden Euro beschlossen. Auch in Wien liegt ein besonderer Fokus auf der Gesundheitsversorgung im städtischen Raum.
Es sollen spezielle Frauengesundheitszentren und wohnortnahe Primärversorgung gefördert werden. Dadurch versprechen sich die Entscheidungsträger langfristig weniger Kosten und eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Quellenhinweise
Kanton Zürich. (2026). Kantonsfinanzen. Steuern und Finanzen. Themen.
Stadt Wien. (2026). Das Budget der Stadt Wien. Voranschlag 2026. Finanzen der Stadt.
Stadt Zürich. (2026). Krank, aber keine Krankenversicherung? Hier bekommen Sie Hilfe. Medizinische Versorgung für Vulnerable.