City-Trips in Irland: Diese Städte sind genauso spannend wie Dublin und Belfast, aber deutlich weniger besucht

Lust auf eine irische Städte-Tour? Neben den Hauptstädten der Republik und Nordirlands gibt es noch andere Ziele, die Schönheit, Flair und Kultur der Insel in idealer Weise verbinden. Fünf Tipps.

Die 2011 fertiggestellte Peace Bridge führt in Derry über den Fluss Foyle. Foto: Adobe Stock
Die 2011 fertiggestellte Peace Bridge führt in Derry über den Fluss Foyle. Foto: Adobe Stock

City of Peace: Derry

Die malerisch am Fluss Foyle gelegene 100.000-Einwohner-Stadt Derry hat viel erlebt. Die Stadt in Nordirland war Schauplatz des „Bloody Sunday", bei dem britische Fallschirmjäger am 30. Januar 1972 innerhalb von 20 Minuten vierzehn unbewaffnete irisch-katholische Bürgerrechts-Demonstranten erschossen. Der Tag markierte den Beginn der schwersten Phase der Troubles. Heute besitzt Derry reges Nachtleben, ein Jazz Festival, Irlands ersten Zebrastreifen in Regenbogenfarben und trägt den Titel „City of Peace“ der Vereinten Nationen.

Denn sie gilt als Beweis dafür, dass Versöhnung möglich ist. Die „Peace Bridge“ über den Foyle verbindet die überwiegend protestantische Community im Zentrum mit der katholischen außerhalb. Hauptsehenswürdigkeit ist die von 1613 bis 1618 erbaute, 1,6 Kilometer lange und bis zu neun Meter hohe Stadtmauer - die einzige völlig intakt erhaltene in Europa.

Stadt am Shannon: Limerick

Das im Westen gelegene Limerick hat mit 62.000 Einwohnern im Vergleich zu Dublin eher kleinstädtischen Charakter. Provinziell ist es hier trotzdem nicht. Denn auch die Stadt am Shannon kann pralles Studentenleben vorweisen. Zudem verfügt Limerick über den fabelhaften Milk Market (wo es nicht nur Milch gibt, sondern eine große Vielfalt regionaler Produkte und Köstlichkeiten) und besitzt mit King John's Castle eine Burg aus dem 13. Jahrhundert.

Perle am Atlantik: Galway zählt zu den schönsten Städten der Insel. Foto: Adobe Stock
Perle am Atlantik: Galway zählt zu den schönsten Städten der Insel. Foto: Adobe Stock

Tor nach Connemara: Galway

Bunt, lebendig und am Atlantik gelegen, bildet die 83.000-Einwohner-Stadt Galway das kulturelle Herz des irischen Westens. Straßenmusik, kleine Theater, Galerien und studentisches Leben prägen die City. Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden; in ihren gemütlichen Pubs tanken Flaneure neue Energie. Nur wenige Minuten von Galway entfernt öffnet sich eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften Irlands: die wilde Connemara-Region mit Mooren und Bergen.

Windzerzaust und weltoffen: Cork

Als Irlands „echte Hauptstadt“ bezeichnet sich Cork selbst ohne falsche Bescheidenheit. Und tatsächlich ist leicht zu verstehen, warum Bewohner wie Besucher sich für dieses windzerzauste, weltoffene Fleckchen im Südwesten der Insel begeistern. Die Stadt liegt an der Mündung des River Lee in den Atlantik und verbindet kosmopolitisches Flair mit entspannter Atmosphäre.

Herzstück ist der English Market, einer der ältesten überdachten Märkte Europas, der die kulinarische Vielfalt der Region spiegelt. Cafés, Mikrobrauereien und Restaurants prägen die genussorientierte Stadt. Zudem liegt die Südküste nur einen kurzen Weg entfernt.

Seafood und Met: Kinsale

Dörflich, farbenfroh und direkt am Atlantik gelegen: Das kleine (6000 Einwohner) Kinsale zählt zu den attraktivsten Städten Irlands. Außer für seine malerische Lage ist das Städtchen für hervorragende Seafood-Restaurants und eine lebendige Gastronomie-Szene bekannt. Die schönsten Blicke auf Kinsale bietet der Küstenpfad Scilly Walk, der zum Charles Fort führt, einer sternförmigen Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert mit Aussicht über Hafen und Bucht. Auch die erste neue Met-Brennerei Irlands in über 200 Jahren, die Kinsale Mead Company, lohnt einen Besuch.