Beruhigung für Kroatien-Fans: Die Sommersaison bleibt von Änderungen unberührt
Wochenlang sorgte das Thema für Unruhe unter Kroatien-Urlaubern: Müssen Ferienwohnungen und Ferienhäuser ab Juni eine neue Registrierungsnummer vorweisen? Nun gibt es Entwarnung - und eine weitere gute Nachricht.

Besonders mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien war die Verunsicherung groß. Nun hat das kroatische Ministerium für Tourismus und Sport für Klarheit gesorgt – und gibt Reisenden vorerst Entwarnung.
Vor allem in beliebten Urlaubsorten wie Split, Dubrovnik oder auf den Inseln entlang der Adriaküste war die Sorge zuletzt groß, kurzfristig könnten neue Vorschriften den Sommerurlaub komplizierter machen.
Schrittweise Anpassung statt Hauruck-Manöver
Das Ministerium versucht nun, die Diskussion zu beruhigen – und setzt zunächst auf einen schrittweisen Übergang statt auf hektische Änderungen mitten in der Reisesaison.

Die geplante Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen soll frühestens Anfang 2027 eingeführt werden. Einen konkreten Termin will das Ministerium erst bekanntgeben, sobald das neue Beherbergungsgesetz verabschiedet ist.
Bis dahin gilt: Weder müssen Vermieter derzeit eine Registrierungsnummer beantragen noch diese in Online-Inseraten angeben. Das entsprechende System befindet sich noch im Aufbau.
Gegen illegale Schwarzvermietungen
Künftig sollen allerdings alle Anbieter von Zimmern, Apartments und Ferienh��usern, die ihre Unterkünfte über Plattformen wie Airbnb oder Booking.com vermieten, eine offizielle Registrierungsnummer erhalten.
Diese soll kostenlos, digital und ohne größeren bürokratischen Aufwand vergeben werden. Die Nummer muss später auch in den jeweiligen Inseraten sichtbar sein.

Mit der neuen Regelung will Kroatien vor allem gegen illegale Schwarzvermietungen vorgehen, die in beliebten Ferienregionen seit Jahren ein Problem darstellen.
Ohne Genehmigung keine Buchungsplattform
Unterkünfte ohne gültige Genehmigung sollen künftig nicht mehr auf Buchungsplattformen auftauchen dürfen. Gleichzeitig verspricht sich die Regierung mehr Transparenz bei Steuern und Abgaben sowie fairere Wettbewerbsbedingungen für legale Vermieter.
Auslöser der Debatte ist die EU-Verordnung 2024/1028. Sie schreibt ein europaweit einheitliches Registrierungssystem für Kurzzeitvermietungen vor. Plattformen wie Airbnb oder Booking.com sollen künftig stärker in die Pflicht genommen werden und Inserate ohne gültige Kennzeichnung entfernen.
Für Urlauber ändert sich vorerst nichts - außer dem Preis
Für Urlauber ändert sich vorerst jedoch nichts. Bereits gebuchte Reisen bleiben gültig, zusätzliche Auflagen für Gäste sind derzeit nicht geplant. Gerade an der kroatischen Adriaküste dürften viele Vermieter und Touristen deshalb erleichtert aufatmen.
Auch, weil an den zuletzt stark gestiegenen Preisen geschraubt werden soll: Mit Angeboten, geringeren Gewinnspennen und attraktiveren Reisepaketen sollen Hotels, Vermieter und Gastronomiebetriebe nach Wunsch des Tourismusministeriums auf die aktuelle Situation reagieren.
Quellenhinweis:
Merkur.de (2026). www.merkur.de/verbraucher/registrierungsnummer-urlauber-aufruhr-jetzt-verkuendet-kroatien-klaren-zeitpunkt-zr-94325919.html
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