Wissenschaftler können sich nicht erklären, wie dieser Überriese plötzlich verschwinden konnte!

Dem Teleskop NEOWISE zufolge scheint der Stern M31-2014-DS1 zwischen 2014 und 2024 auf mysteriöse Weise verschwunden zu sein, ohne eine Supernova hervorgebracht zu haben, was eine von Astrophysikern aufgestellte Hypothese bestätigen würde.

Die Helligkeit des Überriesen M31-2014-DS1 nahm zwischen 2014 und 2024 allmählich ab, bis er nicht mehr zu sehen war.
Die Helligkeit des Überriesen M31-2014-DS1 nahm zwischen 2014 und 2024 allmählich ab, bis er nicht mehr zu sehen war.

Ein besonders massereicher Stern in der Andromeda-Galaxie verschwand zwischen 2014 und 2024, ohne dass Wissenschaftler eine Explosion beobachten konnten!

Ein Objekt, das nicht mehr zu erkennen ist

Der Stern M31-2014-DS1 wurde anhand von Daten aus den Archiven des Infrarot-Teleskops NEOWISE der NASA als ein besonders leuchtstarker roter Überriese mit einer geschätzten ursprünglichen Masse von etwa 13 Sonnenmassen identifiziert.

Im Jahr 2014 kam es bei diesem Überriesen zu einer starken Infrarotstrahlungswelle, die einen plötzlichen Anstieg seiner Helligkeit verursachte, der vom NEOWISE-Teleskop erfasst wurde. Nach dieser Strahlungswelle nahm seine Helligkeit in den folgenden Jahren stark ab, bis er schließlich völlig unsichtbar wurde.

Tatsächlich war dieser Stern ab 2023 weder mit bodengestützten noch mit Weltraumteleskopen mehr nachweisbar. Nach Daten aus den Archiven des NEOWISE-Teleskops nahm seine Helligkeit in weniger als zehn Jahren um etwa das 10.000-Fache ab, ohne dass eine Supernova-Explosion festgestellt wurde, was für einen so massereichen Stern höchst ungewöhnlich ist.

Derzeit gehen Astronomen davon aus, dass dieser ferne Stern einen direkten und lautlosen Gravitationskollaps durchlaufen hat, ohne die beobachtete Supernova, die typischerweise mit dem Kollaps von Überriesen einhergeht. Dies hätte zur Entstehung eines Schwarzen Lochs geführt.

Eine gescheiterte Supernova?

Wenn ein Stern eine Masse von mehr als 8 oder 10 Sonnenmassen hat, endet sein Leben in der Regel auf katastrophale Weise. Diese Art von Überriesenstern kollabiert im Allgemeinen unter dem Einfluss der Schwerkraft, wodurch eine Supernova vom Typ II entsteht, und hinterlässt als Überrest lediglich einen Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch.

Astrophysiker haben jedoch auch die Theorie aufgestellt, dass der Sternkollaps, der eintritt, wenn die thermonuklearen Reaktionen im Inneren des Sterns zum Erliegen gekommen sind, in manchen Fällen das Supernova-Stadium überspringen und schnell und direkt zur Entstehung eines Schwarzen Lochs führen kann.

Diese Art von Entwicklung ist besonders schwer zu beobachten, einfach weil die Entstehung eines solchen Schwarzen Lochs sehr schwach ist. Den Wissenschaftlern gelang es jedoch, ein charakteristisches Infrarotsignal zu identifizieren, und zwar in Form von Strahlung, die mit dem letzten Zuckeln eines Überriesensterns in Verbindung steht. Dieses führte zum Ausstoß äußerer Materieschichten, die beim Abkühlen eine Staubhülle bildeten, die auch nach diesem Ereignis noch im Infrarotbereich leuchtet.

Genau nach solchen Anzeichen suchten Wissenschaftler in den NEOWISE-Archiven, wodurch sie einen ähnlichen Entwicklungsverlauf für den Stern M31-2014-DS1 in der Andromeda-Galaxie feststellen konnten. Diese Entdeckung legt daher nahe, dass ein erheblicher Anteil der Überriesen ihr Leben tatsächlich als gescheiterte Supernovae beendet, anstatt in hellen und katastrophalen Explosionen.

Diese gescheiterte Supernova bestätigt nicht nur astrophysikalische Theorien, sondern liefert auch einige Antworten auf das Problem der „fehlenden Supernovae“. Die Anzahl der beobachteten Supernovae liegt nämlich unter den vorhergesagten Sternentstehungsraten. So ist es beispielsweise 421 Jahre her, dass in der Milchstraße eine Supernova-Explosion beobachtet wurde, während Berechnungen nahelegen, dass wir mindestens drei pro Jahrhundert hätten entdecken müssen.

Quellenhinweis:

A Supergiant Star Has Suddenly and Mysteriously Disappeared , 20 Minutes, 02/16/2026