Wie wird der kommende Winter?

Heute ist kalendarischer Winteranfang. Was erwartet uns? Gibt es einen milden oder vielleicht doch recht kalten Winter? Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Jahreszeitenprognosen. Und für einen eisigen und kalten Winter sieht es nicht besonders gut aus.

Dominik Jung Dominik Jung 21 Dez 2018 - 03:31 UTC
Winter 2018 2019
Der kommende Winter bringt nach den aktuellen Prognosen wohl sehr selten Schnee und Kälte.

Nun startet der Winter 2018/2019 auch kalendarisch. Heute ist der kürzeste Tage und die längste Nacht. In den kommenden Tagen werden die Tage dann schon wieder länger. Doch nach Winter sieht es aktuell ganz und gar nicht aus. Im ganzen Land hat sich Westwindwetter durchgesetzt. Es ist nass. Es ist mild und es ist stürmisch. Die Spitzenwerte erreichen heute bis zu 15 Grad. Man könnte meinen es sei Frühlingsanfang.

Geht das den gesamten Winter so weiter? Wird der Winter zu einem Totalausfall? Man muss ganz klar sagen, dass es nach sämtlichen Jahreszeitenprognosen nicht nach einem kalten und schneereichen Winter aussieht. Auch der erste meteorologische Wintermonat Dezember ging weitgehend in die Hose. Es war viel zu warm und viel zu nass. Dabei hat der Niederschlag auch endlich mal gut getan. Die Natur konnte den Regen gut gebrauchen.

Januar könnte extrem warm und nass werden

Für den Januar sieht es aktuell überhaupt nicht nach Winterwetter aus. Es soll insgesamt ein eher nasser und sehr milder Monat werden. Deutschlandweit könnten die Temperaturen im Schnitt 2 bis 3 Grad über den langjährigen Klimawerten liegen. Das gilt aber nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa. Ein zu kalter Januar ist nahezu ausgeschlossen. Zudem ist von reichlich Niederschlag die Rede. Das spricht für eine typische Westwetterlage.

Winteranfang
Zum heutigen Winteranfang ist in der Höhe extrem milde Luft nach Europa und Deutschland geströmt. Im Westen von Deutschland kann das bis zu 15 Grad bringen.

Da stehen die Chancen auf Hochwasser im Januar besser als für Winterwetter. Auch im Februar könnte sich demnach daran erstmal wenig ändern. Der Monat soll deutlich zu warm starten. Doch in der zweiten Monatshälfte könnte es dann kälter werden. Das entspricht dem Muster der vergangenen Jahre. Oftmals war es im Winter recht mild und dann kamen Schnee und Frost erst im Februar oder sogar erst im März. Stichwort: Märzwinter!

Kein Eiswinter in Sicht

Die Jahreszeitenprognosen sehen allesamt keinen kalten Winter. Das widerspricht auch den ganzen Gerüchten in Sachen Jahrhundertwinter. In den letzten Wochen war öfters mal von einem Polarwirbel die Rede. Dieser würde sich teilen und dann Europa einen eisigen Winter bringen. Das ist wirklich ausgemachter Blödsinn von einzelnen Hobbymeteorologen aus der Branche. Jedes Jahr wird diese Geschichte aus dem Hut gezaubert. Der Polarwirbel ist ein Bereich um den Pol mit sehr kalter Luft. Jedes Jahr spekulieren einige "Wetterexperten" darüber, ob dieser sich teilen könnte und uns dann einen Eiswinter bringt.

Fakt ist: Nach aktuellem seriösen Stand ist kein Eiswinter in Sicht. Es ist aktuell mild und es bleibt auch bis zum Jahresende sehr mild. Mit einer Einwinterung ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Auch das neue Jahr startet nach aktuellem Stand mild und ohne Schnee. Sollte sich etwas anderes ergeben, halten wir Euch natürlich auf dem Laufenden!

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