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Heftige Waldbrände in Spanien: Jetzt kommt auch noch die Hitze!

Die letzten Stunden waren dramatisch in den Bergen von Málaga in Spanien. Es gibt einen großen Waldbrand ganz in der Nähe der Stelle, an der letztes Jahr mehr als 10.000 Hektar in der Sierra Bermeja verbrannte.

Leider hinterlässt das Feuer in den letzten Stunden erneut schreckliche Bilder in der Provinz Málaga, ganz in der Nähe des großen Brandes, der letztes Jahr 10.000 Hektar in der Sierra Bermeja verbrannte. Das Feuer dieses neuen Brandes brach gestern kurz nach 15:00 Uhr in Pujerra aus, an einer sehr schwer zugänglichen Stelle, die zu einem 7200 Hektar großen Grundstück zwischen den Gemeinden Pujerra, Júzcar und Benahavís gehört, das der Lybischen Auslandsbank (Forebank) gehört. Besonders schlimm ist die Tatsache, dass Spanien vor einer längeren Hitzewelle steht. Regen ist weit und breit nicht in Sicht und damit drohen neue Waldbrände.

Die gestrigen Wetterbedingungen begünstigten die rasche Ausbreitung des Feuers: hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und mäßiger, in Böen teilweise starker Wind. Auch das Gelände ist nicht gerade förderlich, da die kritischsten Gebiete von steilen Hängen und Schluchten geprägt sind, sodass bisher kaum Fortschritte beim Löschen des Feuers erzielt werden konnten, das sich zeitweise bis zu 30 Meter pro Minute ausbreitet.

In den frühen Morgenstunden der vergangenen Nacht verbesserten sich die Wetterbedingungen, da die Temperatur sank und die Luftfeuchtigkeit mit dem Eintreffen des Ostwinds anstieg, aber die Truppen, die das Feuer bekämpften, erlebten heute Morgen eine Überraschung: Die thermische Inversion verhinderte die Sicht. Außerdem werden die Brände durch das Reißen der Thermobänder eher wieder angefacht, und es ist auch sehr gefährlich, wenn sich jemand in der Nähe aufhält.

Bei den Löscharbeiten zum Pujerra-Brand wurden bisher drei Feuerwehrleute verletzt, einer von ihnen mit schweren Verbrennungen. Das regionale Einsatzzentrum des INFOCA hat gestern beschlossen, die Stufe 2 des Notfallplans zu aktivieren, was die Mobilisierung der militärischen Notfalleinheit beinhaltet.

Etwa 3.000 Menschen mussten aufgrund der Nähe des Feuers und der Rauchentwicklung aus den nahe gelegenen Siedlungen und dem Stadtzentrum von Benahavís evakuiert werden, und bis jetzt sind die notwendigen Sicherheitsbedingungen für eine Rückkehr in ihre Häuser noch nicht gegeben. Insgesamt 946 Einsatzkräfte sind am Donnerstag im Einsatz, um einen Brand zu löschen, zu sichern und zu koordinieren, der bereits rund 2.000 Hektar verwüstet hat und eine neue Narbe im Málaga-Gebirge hinterlassen wird. Besonders Urlauber ohne genaue Ortskenntnisse sollten in der Region sehr vorsichtig sein, um nicht in Lebensgefahr zu geraten!